Gasproduzent : Novatek steckt 20 Milliarden in Gasanlagen in der Arktis

Gasproduzent Novatek steckt 20 Milliarden in Gasanlagen in der Arktis

Damit sich die Investition auszahlt, will das Unternehmen beim Kreml ein Ende des Gasexport-Monopols für den staatlich kontrollierten Gazprom-Konzern erreichen. Das Projekt bietet große Chancen für deutsche Konzerne.
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BerlinNovatek, der größte unabhängige russische Gasproduzent, will 20 Milliarden Dollar in den Aufbau von Verflüssigungsanlagen auf der sibirischen Halbinsel Jamal investieren. Das sagte Novatek-Chef Leonid Michelson im Gespräch mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Ab 2016 sollen jährlich 15 Millionen Tonnen Flüssiggas durch das Eismeer auf die Weltmärkte gelangen.

Damit sich die gigantische Investition auszahlt, will das Unternehmen beim Kreml ein Ende des Gasexport-Monopols für den staatlich kontrollierten Gazprom-Konzern erreichen, der allerdings auch Novatek-Anteilseigner ist. Bislang dürfen Produzenten in Russland Gas nur über Gazprom exportieren. „Direktexporte würden die Finanzierung des gewaltigen Projekts erleichtern und Risiken reduzieren“, sagte Michelson. Eine Entscheidung erwarte er binnen Monaten.

Das Jamal-Projekt ist aber auch eine riesige Chance für den deutschen Anlagenbau. „Firmen wie BASF und Siemens wollen sich an den Ausschreibungen beteiligen und als Vertragspartner dabei sein“, sagte Michelson. Siemens beispielsweise soll für die Kraftwerke, die den Strom für die Verflüssigungs-Anlagen produzieren, technische Schlüsselkomponenten liefern. BASF soll laut Michelson Luftzerlegungsanlagen errichten.

Kommentare zu " Gasproduzent : Novatek steckt 20 Milliarden in Gasanlagen in der Arktis"

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  • Werter Vicario,
    bitte drücken Sie sich auch so aus, wie Sie es meinen - einfach direkt.

    Bzgl. der Russengeschäfte ist es so wie mit anderen Geschäften - irgendwann ist die Schwelle zum "Gier frist Gehirn" erreicht.

    Und jetzt nochmal zum ganz langsam Mitlesen, ich habe Sie nicht persönlich beleidigt - die Jacke haben Sie sich selbst angezogen - umgekehrt dagegen ......?

  • @ groeschel29764


    Zitat : Gibt es eigentlich auch in Russland Schiefergas?

    Diese Zeug gibt es überall...aber die Russen haben noch für über 200 Jahre erforschte konventionelle Lagerstätten...warum sollen die für die Erschließung des Schiefergases den dreifachen Preis bezahlen ( die Erfindung vom billigen Schiefergas ist ein Ami-Märchen ) und ihre Landschaft vergiften ?
    Genauso sollten wir dieses Zeug unter der Erde lassen ( die Lagerstädten reichen bei uns auch nur für 13 Jahre des Deutschen Bedarfs ) und sollen uns des Russen-oder Norwegengases bedienen.


  • Gibt es eigentlich auch in Russland Schiefergas?

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