Gastbeitrag
"Die Brennelementesteuer kann nicht bleiben"

Eon-Chef Johannes Teyssen kritisiert in einem Gastbeitrag die Brennelementesteuer und kündigt rechtliche Schritte an. Die Politik habe sich von ihren Wünschen leiten lassen und verursache damit hohe Vermögensschäden.
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In dieser Woche hat die schwarz-gelbe Bundesregierung beschlossen, die Betreiber von Kernkraftwerken stärker zu belasten, als es mit dem rot-grünen Atomkonsens im Jahr 2002 der Fall war. Denn mit der sofortigen Stilllegung von acht Anlagen und dem schrittweisen Betriebsende der verbleibenden neun ist es wahrscheinlich nicht einmal möglich, die von Rot-Grün seinerzeit beschlossenen Strommengen vollständig zu produzieren.

Zudem entstehen den Eigentümern der Betreiber durch die sofortige Stilllegung der älteren Anlagen außerordentliche Aufwendungen in Milliardenhöhe. Nach dem Festhalten an der Brennelementesteuer trotz Laufzeitverkürzung kommt es also zu weiteren erheblichen Vermögensschäden. Allein aus aktienrechtlichen Gründen müssen wir im Interesse aller Aktionäre gegebenenfalls auch auf dem Rechtsweg den gebotenen Ausgleich geltend machen.

Natürlich gibt es einen breiten Mehrheitswillen, schnellstmöglich aus der Kernenergie auszusteigen. Das erkennen wir ausdrücklich an. Und natürlich hat Fukushima viel verändert. Mehr in den Köpfen als an den Fakten hier in Deutschland. Die Angst vor der Kernenergie ist weiter gewachsen, besonders in Deutschland. Auch mich persönlich hat Fukushima betroffen und nachdenklich gemacht.

Ob rational begründet oder nicht: Solche Ängste sind ernst zu nehmen. Und deshalb war es richtig, dass Deutschland sich Zeit genommen hat, um über die Zukunft der eigenen Energieversorgung nachzudenken. Trotz sehr unsicherer Rechtsgrundlagen haben wir bei Eon schnell entschieden, nicht gegen das vorläufige Moratorium zu klagen. Damit wollten wir sicherstellen, dass eine sachliche Diskussion über die aus Fukushima zu ziehenden Konsequenzen möglich bleibt.

Tatsache bleibt jedoch, dass bei den politischen Entscheidungen eine Reihe von Untersuchungsergebnissen gänzlich unberücksichtigt blieb. Denn die Reaktorsicherheitskommission bestätigte ja gerade nicht jenen "Anfangsverdacht", nach dem die älteren Kraftwerke weniger sicher seien als die jüngeren. Eine sicherheitstechnische Begründung, diese sieben Anlagen und Krümmel jetzt endgültig stillzulegen, gibt es also nicht.

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"Kernbrennstoffsteuer weder gerechtfertigt noch nachvollziehbar"

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  • ATOMENERGIE NEIN DANKE! siehe > Tschernobyl (Doku):
    www.youtube.com/watch?v=_EAbDLGkziE&feature=related
    > "Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind."
    > "Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden." (Einstein)
    > "Großer Feind des ganzen menschlichen Geschlechts."
    > "Das Unmenschliche tausend Gefäße hat." (Nostradamus)
    > "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen" (1. Johannes 2,1-6)
    † in nomine Patris, et Filii, et Spiritūs Sancti ♥

    Atomenergie lässt sich weder zivil noch militärisch nutzen. (Nikola Tesla / Erfinder & Prophet) >>> http://www.google.de/search?q=nikola+tesla+freie+energie
    # http://www.google.de/search?q=nikola+tesla+patente
    # http://www.google.de/search?q=nikola+tesla
    # http://www.google.de/search?q=tesla+coil

  • Herr Teyssen, der Betrieb Ihrer kerntechnischen Anlagen fügt der Gesamtheit der Bevölkerung erhebliche Vermögensschäden zu. Zum Beispiel durch die Entsorgung des problematischen Abfalls oder durch Staatliche Subventionen in die Technologie. Zusätzlich geht von den Anlagen ein Risiko aus, dass kein Versicherungsmathematiker sich zu beziffern getraut. Der Betrieb der Anlagen hat Ihnen und den Aktionären bis zum heutigen Tage stattliche Gewinne eingebracht. Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, dass Sie oder die Aktionäre für die Stilllegung einer gemeingefährlichen Technik durch die Gemeinschaft zu entschädigen seien?

  • Das ist die korrekte Reaktion.

    Atomstrom war noch nie "billig", da die Risiken dem Kunden und Steuerzahler aufbebrummt wurden.

    Warum sind Stromlieferungen aus fossil-nuklaren Quelle für den Verbraucher eigentlch nicht günstiger (nicht selten teurer) als Lieferungen von reinen EE-Anbietern, wo doch die Abgabenquote die gleiche ist?
    Wo ist wohl die Differenz?
    Die steht in den Bilanzen der Energiegroßkonzernen.

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