Gasversorger
Erdgas-Leck legt Betriebe in Neuseeland lahm

Zahlreiche Firmen mussten in Neuseeland ihren Betrieb drosseln, nachdem die wichtigste Gas-Pipeline des Landes leckgeschlagen ist. Durch die Mangelversorgung drohen Verlusten von 43 Millionen Euro täglich.
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WellingtonEin Leck in Neuseelands wichtigster Erdgasleitung hat knapp tausend kleinere Betriebe in dem Land lahmgelegt. Auch große Gasverbraucher wie Bäckereien, die etwa die Hälfte des neuseeländischen Brotes backen, bekamen nicht mehr die gesamte benötigte Energie. Landwirte mussten nach Medienangaben insgesamt knapp 20 Millionen Liter Kuhmilch wegkippen, weil Aufbereitungsanlagen ausfielen. Ingenieure versuchten, das Leck in der Leitung abzudichten. Nach Schätzungen des neuseeländischen Institutes für Wirtschaftsforschung entgehen der Wirtschaft in der Folge täglich umgerechnet 43 Millionen Euro.

Die 307 kilometerlange Erdgasleitung verläuft vom Erdgasfeld Maui zur neuseeländischen Nordinsel, wo die meisten Produktionsstätten des Landes angesiedelt sind. Maui liegt vor der Nordwestküste Neuseeland in der Bucht von Taranaki. Firmenchef Simon McKenzie vom Erdgasbetreiber Vector sagte im Radio New Zealand, die Reparaturen würden voraussichtlich drei Tage dauern. Ein Farmer hatte auf seinem Land durchsickernde Stellen entdeckt. Die Schnellrestaurant-Kette Burger King kündigte an, ihn ihren 41 Läden nicht mehr zu kochen. In der größten Stadt Auckland kämpften viele Krematorien mit Rückständen bei Beerdigungen, nachdem sie einen Tag zuvor den Betrieb unterbrochen hatten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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