Gaz de France legt Neunmonatszahlen vor
EU genehmigt Fusion von Gaz de France und Suez

Guter Tag für Gaz de France: Die Europäische Kommission hat den geplanten Zusammenschluss zwischen Gaz de France (GdF) und Suez unter Auflagen genehmigt. Gleichzeitig legte zudem Neunmonatszahlen mit einem Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent vor.

HB BRÜSSEL/ PARIS. Wie die Kommission am Dienstag mitteilte, müssen sich die beiden Versorger von zwei Tochtergesellschaften trennen und die Kontrolle über eine Dritte abgeben. Der ursprünglich vorgelegte Fusionsplan hätte zu kartellrechtlichen Schwierigkeiten auf dem belgischen Gas- und Strommarkt sowie dem Gassektor in Frankreich geführt, begründete die Kommission die Auflagen.

Um diese Probleme zu lösen, hätten die Unternehmen zugestimmt, den Anteil von Gaz de France an dem belgischen Stromversorger SPE sowie die Suez- Gasversorgungstochter Distrigas SA zu veräußern. Zudem hätten Suez/GdF zugesagt, den Kontrollanteil an dem Gasnetzbetreiber Fluxys SA aufzugeben.

Bereits Ende Oktober hatten die beiden Unternehmen mitgeteilt, mit der Europäischen Kommission „im Wesentlichen“ eine Einigung auf den Zusammenschluss erzielt zu haben.

Der Gaz de France (GDF) hat nach einem Umsatzanstieg in den ersten Monaten seine Jahresprognose bekräftigt. In den ersten neun Monaten des Jahres sei der Umsatz um 32 Prozent auf 19,1 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit. Besonders das internationalen Geschäft und hohe Strom- und Gaspreise haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Der Umsatz im Ausland legte um 61 Prozent auf 8,2 Mill. Euro zu.

Für das Gesamtjahr erwartet der Energiekonzern einen Anstieg des Ergebnises vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 20 Prozent auf mehr als fünf Mrd. Euro. Das durchschnittliche Ebitda-Jahreswachstum liege zwischen 2005 und 2008 bei mehr als zehn Prozent. Der Nettogewinn im Jahr 2006 werde 2,2 Mrd. Euro betragen. GDF hatte im September seine Prognose angehoben.

GDF steht kurz vor der Fusion mit dem privaten Energieunternehmen Suez . Damit entsteht der fünftgrößte Stromkonzern Europas. Zuvor hatte das französische Parlament der Privatisierung des Versorgers zugestimmt.

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