Gazprom-Projekt
BASF steigt bei South Stream-Pipeline ein

Die BASF-Tochter Wintershall beteiligt sich am Gasprojekt South Stream von Russlands Staatskonzerns Gazprom zur Versorgung Südeuropas. Rund zwei Milliarden Euro wird das Unternehmen voraussichtlich investieren.
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Moskau/FrankfurtDie Öl- und Gastochter Wintershall des Chemieriesen BASF beteiligt sich am russischen Gaspipeline-Projekt South Stream. Durch die neuen Leitungen soll russisches Erdgas durch das Schwarze Meer nach Europa transportiert werden. Die Kasseler BASF-Tochter werde 15 Prozent der Anteile an der South Stream AG übernehmen, an der der russische Gaskonzern Gazprom 50 Prozent hält, teilten Wintershall und Gazprom am Montagabend mit. Die Unternehmen hätten im Beisein des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Laut dem für Energiefragen zuständigen Vize-Ministerpräsidenten Igor Sechin wird Wintershall voraussichtlich rund zwei Milliarden Euro in das Projekt investieren. Gründungsgesellschaft des Projekts ist neben Gazprom der italienische Versorger ENI. Geplant ist auch eine Beteiligung des französischen Konzerns EDF.

Mit South Stream sollen frühestens ab 2015 bis zu 63 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr vor allem Richtung Südost- und Südeuropa fließen. Die Kosten werden auf bis zu 25 Milliarden Euro geschätzt. Das Vorhaben ist ein Konkurrenzprojekt zur Nabucco-Pipeline, die nicht durch Russland läuft und von der EU unterstützt wird. Von 2015 an sollen durch sie bis zu 31 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr aus der kaspischen Region und dem Mittleren Osten nach Europa strömen.

Schon seit längerem wurde spekuliert, dass Wintershall beim South-Stream-Projekt einsteigen könnte. Im Zuge der Absichtserklärung wurden auch neue langfristige Gaslieferverträge für die Erdgashandelsgesellschaft WIEE abgeschlossen. Die 1993 gegründete WIEE mit Sitz im schweizerischen Zug ist eine gemeinsame Tochter von Gazprom und Wintershall, die Kunden in Rumänien und Bulgarien mit Erdgas versorgt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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