GDF und Suez fusionieren
Europa bekommt einen neuen Energie-Giganten

Jetzt haben Frankreich und Belgien auch einen Energiekonzern, der sich mit der Weltspitze messen kann: Der französische Gasanbieter GDF und der französisch-belgische Versorgerkonzern Suez fusionieren. Und eines steht fest: Schon alleine sind beide Unternehmen bärenstark.

dpa PARIS. Der staatliche französische Gasanbieter GDF und der private französisch-belgische Energie- und Versorgerkonzern Suez schließen sich zu einem der weltgrößten Energiekonzerne zusammen. Rund zweieinhalb Jahre nach der Ankündigung der Fusion wollten die Verwaltungsräte beider Konzerne an diesem Mittwoch die Verträge unterzeichnen. Der Staat wird an dem neuen Konzernriesen mit mehr als 90 Milliarden Euro Börsenwert eine Sperrminorität von 35,6 Prozent halten.

Voraussichtlich am 16. Juli soll eine gemeinsame Hauptversammlung die Fusion unter Dach und Fach bringen. Suez tauscht für die Fusion 22 eigene Aktien gegen 21 GDF-Titel. Um einen gleichen Anteil der staatlichen GDF am neuen Energiekonzern zu sichern, muss Suez zuvor seine starke Sparte „Umwelt“ (Wasserversorgung, Abwasser und Müllentsorgung) ausgliedern und zu 65 Prozent an die Börse bringen.

Suez ist mit einem Umsatz von 47,5 Milliarden Euro (2007) fast doppelt so groß wie die GDF. Allerdings trug dazu die Umweltsparte zwölf Milliarden bei. 17,6 Milliarden Euro entfielen auf die Sparte Energie Europa, 6,6 Milliarden auf Energie International und 11,3 Milliarden auf Energiedienste. GDF kam insgesamt auf 27,4 Milliarden Euro Umsatz. Beide Konzerne sind rentabel und haben großes Entwicklungspotenzial. Suez kam 2007 auf 3,9 Milliarden Euro Überschuss, GDF verdiente netto 2,5 Milliarden Euro.

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