GE auf Shoppingtour
Offerte für SLM Solutions liegt vor

General Electric setzt mit zwei Zukäufen in Deutschland und Schweden ganz auf den 3D-Druck als Zukunftstechnologie für den Flugzeugbau und andere Industrien. Für SLM Solutions legt der Mischkonzern nun ein Angebot vor.

FrankfurtDie Aktionäre des 3D-Druck-Anlagenbauers SLM Solutions haben vier Wochen Zeit für die Annahme des Übernahmeangebots des US-Industrieriesen General Electric (GE). Die am Montag offiziell vorgelegte Offerte laufe bis zum 24. Oktober, teilte GE mit. Damit die Übernahme des Lübecker Unternehmens zustande kommt, müssen mindestens 75 Prozent der SLM-Anteilseigner GE ihre Anteilsscheine andienen. Die Amerikaner bieten 38 Euro je Aktie. Die Großaktionäre von SLM haben bereits fest versprochen, ihre Aktienpakete im Umfang von 31,5 Prozent an GE zu verkaufen.

Zahlreiche SLM-Aktionäre spekulieren allerdings auf eine Aufstockung oder ein Gegenangebot: Das Papier ist zuletzt bis auf 42,10 Euro gestiegen. Der US-Investor Elliott International hält inzwischen 16 Prozent der Anteile an SLM Solutions, wie er in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte.

Die von Paul E. Singer geführte Firma wettet oft in Übernahmesituationen gegen den potenziellen Käufer und versucht damit, noch mehr Geld für sich und die anderen Aktionäre herauszuschlagen. Auch bei der schwedischen Arcam, dem zweiten Übernahmeziel von GE im 3D-Druck, ist Elliott eingestiegen und hält jetzt 6,6 Prozent.

GE setzt mit den beiden Übernahmen von SLM und Arcam ganz auf den 3D-Druck als Zukunftstechnologie für den Flugzeugbau und andere Industrien. Für beide Unternehmen zusammen bietet GE 1,3 Milliarden Euro, davon allein für SLM 683 Millionen. Mit 3D-Druckern lassen sich dreidimensionale Bauteile in beliebigen Formen herstellen, die bisher gefräst oder gegossen werden mussten - von Zahnkronen bis zu Einspritzdüsen für Flugzeug-Triebwerke. Immer mehr Unternehmen setzen auf 3D-Druck, weil sich viele Teile damit günstiger produzieren lassen. Auch GE hofft, damit die Produktionskosten deutlich senken zu können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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