Industrie
GEA Group enttäuscht Analysten

dpa-afx BOCHUM. Der Spezialmaschinen- und Anlagenbauer GEA Group hat im zweiten Quartal 2005 trotz der Rückkehr in die Gewinnzone die Marktprognosen deutlich verfehlt. Der Konzern bestätigte dennoch seinen Ausblick für das Gesamtjahr. "Die GEA Group ist auf gutem Weg, die Jahresziele für 2005 zu erreichen", sagte Vorstandschef Jürg Oleas am Donnerstag in Bochum. Die Aktie verlor im frühen Handel fast zweieinhalb Prozent und zählte damit zu den schwächsten Werten im MDax.

Im Gesamtjahr soll der Umsatz organisch um fünf Prozent wachsen. Dies könne der bisherigen Zielsetzung von 4,5 Mrd. Euro am Jahresende entsprechen, sagte Finanzchef Peter Steiner. Wenn Zukäufe realisiert werden, "kann der Umsatz aber auch darüber liegen". Das Unternehmen peile zudem weiterhin eine Umsatzrendite von vier Prozent an. Mittelfristig soll eine Rendite von fünf Prozent erreicht werden. "Das schaffen wir in diesem Jahr allerdings nicht." Einige Analysten hatten die Senkung der Prognose befürchtet. Steiner wies aber darauf hin, dass wie im Spezialmaschinen- und Großanlagenbau üblich das Geschäft der GEA Group im zweiten Halbjahr an Dynamik gewinnen werde.

Im zweiten Quartal erzielte die GEA Group vor allem dank Kostensenkungen einen Vorsteuergewinn von 9,9 Mill. Euro nach einem Verlust von 29,3 Mill. im Vorjahr. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten bei einer breiten Spanne der Schätzungen im Schnitt mit einem Gewinn vor Steuern von 24 Mill. Euro gerechnet. Probleme bereitet dem Konzern weiterhin der Großanlagenbau. "Die Ergebnisse waren erneut nicht zufriedenstellend", sagte Steiner. Die Sparte weitete bei einem Umsatzplus von rund 36 Prozent den Vorsteuerverlust auf 25,1 (23,5) Mill. Euro aus. Der Auftragseingang sank um 6,2 Prozent. Die früheren GEA-Gesellschaften (GEA AG) hingegen hätten "solide Ergebnisse" erzielt.

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