Gea-Tochter
Biodiesel treibt Lurgi an

Der Großanlagenbauer Lurgi hat fünf neue Aufträge für Biodiesel-Anlagen an Land gezogen. Das zum Gea-Konzern gehörende Unternehmen sieht auch insgesamt eine zunehmend positive Geschäftsentwicklung.

HB DÜSSELDORF. „Lurgi profitiert als einer der weltweiten Markt- und Technologieführer besonders stark von der boomenden Nachfrage nach Biokraftstoffen“, sagte Lurgi-Chef Klaus Moll am Mittwoch in Frankfurt. Die fünf Aufträge hätten einen Gesamtwert von 70 Mill. Euro. Seit Juli dieses Jahres habe Lurgi damit Aufträge für Biodiesel-Anlagen über 140 Mill. Euro herein genommen. Hinzu komme eine Bestellung aus den USA, wo für 100 Mill. Euro eine neue Bioethanol-Anlage entstehen soll.

Der Großanlagenbauer Lurgi baut neben Anlagen für Biokraftstoffe vor allem solche zur Produktion petrochemischer Produkte wie Methanol, Kunststoffe oder synthetischer Treibstoffe auf Erdgasbasis.

Nach Fertigstellung der neuen Anlagen würden 60 bis 70 Prozent des weltweit produzierten Biodiesels mit Lurgi-Technologie hergestellt, sagte Moll weiter. Die Konzentration auf profitable Eigentechnologien in wachstumsstarken Märkten spiegele sich auch in der zunehmend positiven Geschäftsentwicklung. Im dritten Quartal 2005 hatte der Anlagenbauer zum ersten Mal seit Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben.

In der EU werde der Anteil von Biokraftstoffen in den kommenden fünf Jahren auf 5,75 Prozent von derzeit zwei Prozent steigen, sagte Moll. Daraus folge, dass in Europa bis 2010 rund 40 neue Biodieselanlagen und 60 neue Bioethanolanlagen gebaut werden müssten. Moll bezifferte das Investitionsvolumen auf rund drei Mrd. Euro. Umweltfreundlicher Biodiesel wird dem herkömmlichen Diesel beigemischt. In einigen EU-Ländern wie beispielsweise Österreich sei die Beimischung von Biodiesel bereits per Gesetz vorgeschrieben, sagte Moll.

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