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Gedämpfter Ausblick: Siemens leidet unter missratenen Windkraft-Projekten

Siemens muss im vierten Quartal 2011 einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Unsicherheiten in der Wirtschaft verzögern wichtige Projekte. Und nun bricht sogar das Wachstum in China ein. Viel Gegenwind für Peter Löscher.

Eine Verdichter-Turbinen-Kombination in Leipziger Siemens-Werk. Quelle: dpa
Eine Verdichter-Turbinen-Kombination in Leipziger Siemens-Werk. Quelle: dpa

MünchenSchlechte Nachrichten für die Siemens-Aktionäre zur Hauptversammlung: Der Gewinn des deutschen Industrieflaggschiffs ist im vergangenen Quartal vor allem wegen hausgemachter Probleme eingeknickt, die Neuaufträge schwinden wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft. Das Ergebnis des ersten Geschäftsquartals 2011/12 nach Steuern schrumpfte im Jahresvergleich um ein Sechstel auf 1,46 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

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Vor allem hohe Sonderlasten von 344 Millionen Euro aus missratenen Projekten in der Stromübertragung und der Zugtechnik sowie aus dem Umbau der Medizintechnik verhagelten den Münchnern den Jahresauftakt. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 17,9 Milliarden Euro zu. Im Auftragseingang bekommt Siemens die Eintrübung der Weltkonjunktur zu spüren: Das Volumen neuer Aufträge sank um fünf Prozent auf 19,8 Milliarden Euro.

Siemens-Chef Peter Löscher bekräftigte trotz der Sorgen die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach peilt sein Haus einen Gewinn aus fortgeführten Geschäft von sechs Milliarden Euro an. „Die Unsicherheiten der anhaltenden Schuldenkrise haben auch in der Realwirtschaft Spuren hinterlassen“, erklärte er. „Auch wenn in der zweiten Jahreshälfte eine Erholung erwartet wird, müssen wir hart arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen.“

Kommentar Willkommen in der Realität!

Probleme kommen immer von allein - das gilt auch für Siemens. Die Schuldenkrise und der wirtschaftliche Abschwung machen zu schaffen. Das Polster ist zwar noch dick, aber viele Fehler kann sich Siemens nicht leisten.

Kommentar: Willkommen in der Realität!

In vielen Branchen hielten sich die Kunden mit Investitionen zurück, die öffentliche Hand habe unter klammen Budgets zu leiden. Daher will Löscher das Geld zusammenhalten. „Cash bleibt King, die konservative Finanzpolitik hat sich bewährt“, dämpfte er Hoffnungen von Anteilseignern, die seit längerem auf eine Sonderdividende aus der Barschaft von fast neun Milliarden Euro hoffen.

Vor allem mit Prestigegeschäften bekommt Siemens Probleme. Die Anbindung eines Windparks auf See verzögerte sich, die Produktion von Windturbinen rentierte sich zuletzt nicht mehr. In seinem Geschäft mit Ausrüstung für erneuerbare Energien machte im vergangenen Quartal Verlust. Gestiegene Kosten, unter anderem für das aufgestockte Personal, und ein harter Preiskampf brockten dem Segment einen Fehlbetrag von 48 Millionen Euro ein. „Man muss einfach sehen: Die goldenen Zeiten sind vorbei, in denen man immer mit zweistelligen Wachstumsraten rechnen konnte“, sagte Löscher. „Der Markt wird kurzfristig hart umkämpft bleiben.“ Dennoch solle der Verlust ein einmaliger Ausrutscher bleiben.

  • 24.01.2012, 14:41 UhrAnonymer Benutzer: Oldi

    Tschüss Arbeitsplätze.

    Nachdem Deutschland durch harte Einschnitte bei den Mittarbeiter wettbewerbsfähig geworden ist, fordert Merkel die anderen Länder auf, das gleiche zu tun. Gegebenenfalls mit Hilfe deutscher Gelder.

    Das nenne ich Wettbewerb.^^

  • 24.01.2012, 14:34 UhrAnonymer Benutzer: Brasil

    Haben die massiven Korruptionen dieser weltweit führenden Korruptionsmaschine zu nichts geführt, als zu zusätzlichen Kosten?
    Außer Spesen, nichts gewesen! Hier stimmt der Spruch zu 100%!

    Als Wahlbürger Brasiliens und Beobachter der Machenschaften dieser Geldsammelmaschine für die Fianzoligarchen.

  • 24.01.2012, 14:25 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Siemens hat meines Erachtens nicht die richtigen Strukturen um im Windgeschäft erfolgreich zu sein. Siemens ist stark bei konventionellen Kraftwerken die meist für staatliche Auftraggeber gebaut werden. Es Milliardenprojekte mit jahrelangen Bauzeiten. Dies ist ein Vorteil für den Konzern.
    Das von Subventionen launischer Politiker abhängige Windenergiegeschäft ist dagegen schnellebiger und mit kleineren Investitionsummen verknüft. Siemens wird sich schwertun.
    Ich gehe davon aus, dass das Windgeschäft ein Verbeugen des Konzern vor der Staatsreligion, der Oekoreligion ist. Man hoffte Teile der sinnlosen Oekosubventionen in die eigene Kasse zu lenken.

    Vandale

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