Gefahr für Standort
Angst vor späterem Flughafen-Start in Berlin

Vertreter von Air Berlin und Lufthansa haben vor einer Verzögerung der für den 31. Oktober 2011 geplanten Eröffnung des Berliner Großflughafens BBI gewarnt. Sie fürchten dramatische Auswirkungen für die Hauptstadt und den gesamten Luftverkehrsstandort Deutschland.

BERLIN. Das würde auch die Einrichtung neuer, von Politik und Wirtschaft dringend geforderter Langstrecken bremsen. Generell würde der Luftverkehrsstandort Deutschland für internationale Airlines „dramatisch an Attraktivität verlieren“, erklärte der Verband der in Deutschland tätigen Fluggesellschaften (Barig).

„Wir befürchten, dass die ersten Reaktionen aus der Politik auf den Aufsichtsratsbeschluss von Zweckoptimismus getragen sind“, sagte Barig-Generalsekretär Martin Gaebges. Barig vertritt die Interessen von mehr als 100 in Deutschland tätigen Luftverkehrsgesellschaften. Es sei auch im Interesse der Fluggesellschaften, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, so der Generalsekretär. „Mindestens ebenso dringend ist aber der zügige Baubeginn und die rasche Fertigstellung des Bauvorhabens.“

Die Banken lassen gegenwärtig durch externe Gutachter prüfen, ob der Zeitplan für die Eröffnung des neuen Flughafens BBI am 31. Oktober 2011 eingehalten werden kann. Man rechne Anfang November mit einem Ergebnis, sagte der für den BBI-Bau zuständige Flughafen-Geschäftsführer Thomas Weyer. Er gehe davon aus, dass die optimistische Einschätzung des Unternehmens bestätigt werde.

Am Montag hatte der Aufsichtsrat wegen Unwirtschaftlichkeit der rund 70 Prozent über den kalkulierten Baukosten von 630 Millionen Euro liegenden Angebote die Neuausschreibung des Terminalbaus beschlossen. Experten befürchten, dass es durch die Neuausschreibung zu einer Verzögerung von einem Jahr oder mehr kommen könnte.

Prinzipiell begrüße man jede Maßnahme zur Kostenüberprüfung, sagte jetzt die Sprecherin des Bundesverbandes Deutscher Fluggesellschaften, Sabine Teller. „Gleichzeitig sind Verzögerungen kritisch zu sehen, weil sie für alle Beteiligten mehr Kosten bedeuten. Immerhin werden derzeit drei Flughäfen in Berlin betrieben, was auch für die Fluggesellschaften zu Mehrbelastungen führt. Weiterhin operiert der Flughafen Tegel bereits heute an seiner Kapazitätsgrenze.“

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