Gefüllte Kriegskasse
Conti bekräftigt sein Interesse an Goodyear-Sparte

Der Reifenhersteller Continental schaut sich weiter nach neuen Übernahmegelegenheiten um. Konzernchef Wennemer hat das Interesse an der Goodyear-Sparte Engineered Products bekräftigt. Zudem erwägt Conti einen Börsengang der Tochter Conti-Tech.

HB HANNOVER. Wennemer bezeichnete den Schlauchspezialisten Goodyear Engineered Products als „wunderschöne Ergänzung“ für die eigene Konzernsparte Conti-Tech. „Wir haben Interesse“, sagte er am Freitag am Rande der Hauptversammlung in Hannover. „Wir wollen Kontakt aufnehmen“, fügte er hinzu. Eine Offerte sei noch nicht abgegeben worden. Zunächst wolle Conti sich das Unternehmen ansehen. Goodyear hat bereits Investmentbanken in die Beratungen über einen möglichen Verkauf einbezogen.

Für eine Übernahme muss Continental die nötigen Mittel nicht erst von seinen Aktionären einsammeln. Der Konzern aus Hannover verfügt über bis zu vier Milliarden Euro, die dafür eingesetzt werden können. Erst etwa eine Milliarde davon ist für den Kauf der Motorola-Sparte sowie des sehr viel kleineren dänischen Antriebsriemen-Herstellers Roulunds Rubber aufgebraucht worden. Vor den Aktionären stellte Wennemer deshalb klar, dass Continental keine Pläne für eine Kapitalerhöhung habe. Einen Börsengang der Tochter Conti-Tech schließt Wennemer unterdessen weiter nicht aus. Dies wäre „eine schicke Option“, sagte der Conti-Chef den Aktionären. Aber auch hier gebe es derzeit keine konkreten Planungen.

Nach deutlichen Umsatz- und Gewinnzuwächsen im ersten Quartal hat sich das Geschäft von Continental nach Worten von Hippe auch im April gut entwickelt. Wegen der steigenden Rohstoffkosten erwägt Wennemer allerdings Preiserhöhungen bei Pkw-Reifen in Europa über den für Juni angekündigten Schritt hinaus. Es sei offen, ob Conti weiter reagieren müsse. Anfang kommenden Monats hebt der Konzern die Preise für Pkw-Reifen bereits um 3,5 Prozent an.

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