Gegen feindliche Offerte von Enel: Suez wirbt um Gaz de France als „Weißer Ritter“

Gegen feindliche Offerte von Enel
Suez wirbt um Gaz de France als „Weißer Ritter“

Im Übernahmepoker auf dem europäischen Energiemarkt prüfen die beiden französischen Versorger Gaz de France und Suez einem Pressebericht zufolge ein Bündnis gegen eine feindliche Offerte des italienischen Konzerns Enel. Das Vorgehen könnte nach Informationen der „Financial Times“ unmittelbar bevorstehen und die Rückendeckung der französischen Regierung haben.

HB PARIS. Suez hatte am Donnerstag betont, Enel habe noch keinen Kontakt wegen seiner Absichten aufgenommen. Enel hatte zuvor am Mittwoch sein Interesse am belgischen Stromanbieter Electrabel erklärt, der zu 98,6 Prozent von Suez beherrscht wird. Dabei schloss ein Sprecher nicht aus, dafür gleich den Mutterkonzern Suez zu übernehmen. Dies könnte Enel Medienberichten zufolge bis zu 38 Mrd. Euro kosten.

Das Wassergeschäft von Suez würde Enel dabei abtrennen und sucht dafür angeblich nach einem Partner. Neben dem deutschen Energieversorger RWE wurde dabei in der Presse auch das französische Unternehmen Veolia als Kandidat genannt. RWE kommentierte dies nicht. Veolia schloss eine Teilnahme strikt aus: „Wir werden uns weder direkt noch indirekt an einer Offerte beteiligen.“ Auch der französische Branchenprimus EDF dementierte Spekulationen über eine Teilnahme an einem Angebot für Suez.

Der Wirbel um den möglichen Übernahmeangriff von Enel auf Suez rief auch die Regierungen auf den Plan. Die Regierungschefs Italiens und Frankreichs, Silvio Berlusconi und Dominique de Villepin telefonierten zu dem Thema. „Probleme? Wir werden sehen, wir führen einen Dialog mit der französischen Regierung“, sagte Berlusconi auf die Frage eines Journalisten nach dem Gespräch. Medienberichten zufolge hatte de Villepin eine Übernahme von Suez durch Enel als „völlig feindlich“ eingestuft.

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