Gegen Werkschließungen
Opel-Betriebsrat plant europaweiten Solidarpakt

Opel will drohende Werkschließungen durch den angekratzten Mutterkonzern General Motors verhindern. Der Betriebsrat des Rüsselsheimer Autobauers strebt daher einen europaweiten Solidarpakt an.

HB BERLIN. „Ich möchte erreichen, dass der Konzern die europäischen Werke nicht mehr länger gegeneinander ausspielt“, sagte der deutsche Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz, der zugleich Vorsitzender des Europäischen GM-Arbeitnehmerforums ist, der „Welt am Sonntag“.

Der US-Konzern solle in seinen Versuchen gebremst werden, Produktionsstandorte in Europa zu schließen Am Wochenende will Franz dem Blatt zufolge den Betriebsrat des GM-Werkes im polnischen Gliwice auf den neuen Zusammenhalt einschwören. Kommenden Donnerstag sei dann ein Treffen aller Betriebsratschefs der europäischen GM-Werke in Frankfurt geplant.

Durch die Verlagerung von Produktionskapazitäten von West- nach Osteuropa sind nach Auffassung von Franz tausende Arbeitsplätze bedroht. „Wir werden uns deshalb an die EU-Kommission wenden und dafür werben, dass die osteuropäischen Standorte weniger als bislang unterstützt werden“, erklärte der Betriebsrats-Vorsitzende.

„Die östlichen Länder bekommen Finanzspritzen. Gleichzeitig werben sie mit Steuervorteilen, was uns in Deutschland schadet.“ Als besonders stark gefährdet gilt dem Blatt zufolge das Opel-Werk in Bochum. Bislang gebe es dort zwar eine Standortgarantie bis zum Jahr 2010. „Das Werk ist aber sehr alt“, sagte ein hochrangiger Opel-Manager der Zeitung zufolge, „es gibt zwar noch keine Entscheidung, aber die Gefahr, dass es geschlossen wird, ist ganz klar da.“

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