Gegensteuerungsmaßnahmen geplant
Aral verliert Anteile an Billigmarken

Deutschlands größte Tankstellenkette Aral hat wegen des anhaltend hohen Benzinpreises weitere Marktanteile abgegeben – vor allem an Billigmarken. Der Kraftstoffabsatz an den Aral-Zapfsäulen sank 2005 deutlich.

BOCHUM. Der Anteil des Unternehmens am deutschen Kraftstoffabsatz verringerte sich 2005 von 23,2 auf 22,5 Prozent, wie Aral-Chef Walter Clements auf der Jahrespressekonferenz der Deutschen BP, zu der Aral seit 2002 gehört, in Bochum erklärte. Im Jahr zuvor hatte die Marke bereits einen Prozentpunkt eingebüßt. Die Autofahrer seien wegen des hohen Preises und den starken Schwankungen der Notierungen sehr preissensibel, erläuterte Clements: „Profitiert haben von dieser Situation vor allem die Billig-Tankstellen.“

Der Kraftstoffabsatz an den Aral-Zapfsäulen sank 2005 deutlich: Bei Ottokraftstoffen verringerte er sich um 10,5 Prozent, bei Diesel um 4,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Gesamtmarkt gab der Absatz von Ottokraftstoffen nur um 5,8 Prozent nach, Diesel legte um 1,5 Prozent zu.

BP hat aber nicht nur gegenüber den Billigmarken verloren. Auch die Nummer zwei, Shell, macht Boden gut. Das Unternehmen konnte früheren Angaben zufolge den Marktanteil leicht auf 21,5 Prozent steigern.

Mit dem dramatischen Anstieg des Ölpreises fahren die Kunden zum einen sparsamer, zum anderen hat sich der Preiskampf an den deutschen Tankstellen deutlich verschärft. Im Januar 2005 hatte Super-Benzin noch im Schnitt 110,1 Cent je Liter gekostet, aktuell sind es 137,2 Cent. 2005 erhöhte die Branche an 107 Tagen die Preise und senkte sie an 198 Tagen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es bereits 40 Preiserhöhungen.

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