Gehalts-Ranking
GmbH-Chefs verdienen auch in der Krise gut

Anders als viele Vorstandschefs spüren Geschäftsführer die Krise bislang kaum auf ihrem Gehaltskonto. Die Hälfte der Geschäftsführer verdient marginal weniger. Das Viertel der Top-Verdiener unter den GmbH-Chefs erhält sogar 1 000 Euro mehr im Jahresschnitt. Das belegt eine exklusive Studie von Handelsblatt und BBE Media.
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DÜSSELDORF. Im Schnitt bezieht ein Geschäftsführer jährlich 137 329 Euro Salär. Die Spannbreite der Gehälter ist allerdings riesig: Am besten verdienen GmbH-Chefs in der Industrie und im Großhandel, gefolgt von den Dienstleistern. Das Handwerk und der Einzelhandel bilden die Schlusslichter.

Die BBE-Umfrage, in der diesmal mehr als 3 500 Geschäftsführer Einblick in Festgehalt, Tantiemen, Pensionszusagen und Extras gewährten, dient Finanzämtern und Gerichten als Maßstab – immer dann, wenn sie beim Chefgehalt eine verdeckte Gewinnausschüttung vermuten. Denn Gesellschafter-Geschäftsführer legen ihr Gehalt selbst fest und können es vom GmbH-Gewinn steuerlich abziehen. „Viele Geschäftsführer gönnen sich weniger Gehalt, als sie steuerlich ausreizen könnten“, sagt Peter Rath von BBE Media.

Die Studie zeigt: Für Spitzenverdienste ist längst kein Vorstandsposten nötig. Auch Geschäftsführer streichen Topgehälter ein wie zum Beispiel ein GmbH-Chef aus der Branche Chemie/Pharma mit 3,5 Mio. Euro Jahresgehalt. Zum Vergleich: Sieben der Dax-30-Vorstandschefs verdienten im vergangenen Jahr weniger. Insgesamt sank die Gesamtvergütung der Dax-Chefs rezessionsbedingt 2008 um 20 Prozent. Geschäftsführer arbeiten oft viel für ihr Geld. Fast jeder dritte opfert 50 bis 60 Stunden in der Woche, rund acht Prozent arbeiten auch mehr als 60 Stunden.

Verunsicherung herrscht derweil unter den Geschäftsführern, ob das neue Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung auch auf GmbHs und ihre Manager ausstrahlt.

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Handelsblatts.

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