Geheimniskrämerei um Modellpalette – Sportwagenschmiede hält Rekordkurs
Porsche-Chef Wiedeking fährt mit leeren Händen nach Genf

Mit leeren Händen kommt Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking in dieser Woche zum Genfer Automobilsalon. Trotz drastisch sinkender Verkaufszahlen des 911 und des Boxster lässt sich die Stuttgarter Sportwagenschmiede Zeit, die Nachfolgemodelle auf den Markt zu bringen.

HB STUTTGART. Während Daimler-Chrysler schon ein Jahr im Voraus die neue A-Klasse ankündigt und eine „Final Edition“ auflegt, macht Porsche ein Geheimnis aus seiner Modellpolitik: „Neue Produkte sehr frühzeitig anzukündigen, macht aus unserer Sicht keinen Sinn“, erläutert ein Sprecher. „Dadurch wird der Absatz der gegenwärtigen Modelle ohne Not geschwächt.“ Dabei ist die Not in den Augen der Experten längst da: Der Absatz des 911 ist in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (zum 31. Juli) um knapp 26 % auf 10 293 Autos eingebrochen, vom mittlerweile acht Jahre alten Boxster wurden mit 5 266 Einheiten gar 44 % weniger verkauft. So tragen die 16 945 verkauften Geländewagen Cayenne weiterhin die gesamte Last des Wachstums. Im ersten Halbjahr 2002/2003 fanden lediglich 1 484 Cayenne einen Käufer.

Der Gesamtumsatz der Zuffenhausener stieg im ersten Halbjahr entsprechend um 29,3 % auf 2,85 Mrd. Euro. Bereinigt um den Beitrag der von Porsche gekauften CTS Fahrzeug-Dachsysteme GmbH, die zum 1. August 2003 voll konsolidiert wurde, betrug das Umsatzplus 22,4 % auf 2,7 Mrd. Euro. Die Ertragskraft von Porsche sei ungebrochen, teilte das Unternehmen mit. Der Konzerngewinn vor Steuern stieg um 13,8 % auf 211,3 Mill. Euro. Nach Steuern legte der Gewinn 17,3 % auf 119,6 Mill. Euro zu. Auch ohne neue Modelle erwartet Porsche bis Ende Juli einen Rekordabsatz von rund 75 000 Fahrzeugen, nach gut 66 803 im Jahr zuvor. Umsatz und Ertrag sollen ebenfalls zulegen.

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