Geka-Übernahme: Finanzinvestor 3i kauft Kosmetik-Zulieferer

Geka-Übernahme
Finanzinvestor 3i kauft Kosmetik-Zulieferer

Der britische Finanzinvestor 3i übernimmt den fränkischen Kosmetik-Verpackungs-Hersteller Geka vom Mittelstands-Investor Halder. Somit soll die Expansion in weitere Märkte vorangetrieben werden.
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FrankfurtDer britische Finanzinvestor 3i will dem fränkischen Kosmetik-Verpackungs-Hersteller Geka die Expansion in weitere Märkte finanzieren. 3i übernimmt das auf Bürstchen zum Auftragen von Wimperntusche spezialisierte Unternehmen vom Mittelstands-Investor Halder, wie der Käufer am Montag mitteilte. Ungewöhnlich für eine Private-Equity-Firma ist die Struktur: 3i kommt bei der Übernahme ohne Bankkredite aus. Finanzkreisen zufolge zahlt der Investor einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag mit eigenem Kapital und erhält vom Verkäufer ein Darlehen. 3i-Deutschland-Co-Chef Ulf von Haacke begründete das Vorgehen mit den Wachstumsplänen für Geka, die durch allzu restriktive Kreditauflagen der Banken blockiert würden. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Geka produziert mit rund 650 Mitarbeitern in Bechhofen bei Ansbach und in Elgin in den USA. Noch nicht vertreten sei das Unternehmen in Südamerika und China, wo nun Werke aufgebaut werden sollen. „Dafür haben wir ausreichend Liquidität zur Verfügung gestellt“, sagte von Haacke. „Auch Akquisitionen sind eine Option.“ Den Weltmarkt für Kosmetik-Bürstchen und -Pinsel teilen sich drei Unternehmen. Zusätzliche Expansionschancen habe Geka an der Schnittstelle von Kosmetik- und Pharmaindustrie. Mit dem US-Konzern Allergan etwa arbeite Geka an einem Arzneimittel, das Wimpern wachsen lassen soll. Geka setzt nach 3i-Angaben im Jahr rund 100 Millionen Euro um.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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