Geldautomaten
Wincor kämpft mit Gewinnrückgang

Der Geldautomaten-Herrsteller Wincor Nixdorf verbucht aufgrund schwacher Nachfrage weiter Gewinneinbrüche. Dagegen stemmt sich das Paderborner Unternehmen jetzt mit Jobabbau.
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BerlinDie schwächere Nachfrage nach Geldautomaten setzt dem Hersteller Wincor Nixdorf immer stärker zu. Nach einem Gewinneinbruch in den ersten sechs Monaten rechnet das Paderborner Unternehmen nach eigenen Angaben vom Montag nun für das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebita) um rund 38 Prozent auf etwa 100 Millionen Euro.

Grund sei vor allem ein weiterer Umsatzrückgang im Banking-Geschäft, weil sich die Institute im Zuge der Schuldenkrise mit Investitionen spürbar zurückhielten. Auch das Banking-Geschäft in den Schwellenländern habe sich nicht wie erhofft entwickelt. Daher habe der Konzern ein Restrukturierungsprogramm gestartet. Im Zuge dessen sollen mehr als 500 Stellen abgebaut werden, etwa die Hälfte davon in Deutschland.

Zudem sollen Kapazitäten in die Asien-Pazifik-Region verlagert werden. In der Ebita-Prognose für 2011/12 sind bereits Kosten für das Restrukturierungsprogramm von 40 Millionen Euro berücksichtigt. Der Umsatz soll in etwa auf dem Vorjahresniveau von rund 2,3 Milliarden Euro liegen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres sanken die Erlöse nach vorläufigen Zahlen binnen Jahresfrist um vier Prozent auf rund 1,15 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis brach demnach um 49 Prozent auf 45 Millionen Euro ein. Die EBITA-Rendite fiel um 3,4 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Der Überschuss gab um 53 Prozent auf 27 Millionen Euro nach. Die detaillierten Resultate zum ersten Halbjahr legt Wincor Nixdorf am 26. April vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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