Geldspritze
Händler wollen Opel mit Millionen helfen

Die europäischen Opel-Händler wollen den Neustart des Autobauers mit einer kräftigen Geldspritze unterstützen. Im Gegenzug für die Hilfe in dreistelliger Millionenhöhe verlangen sie eine erhebliche Beteiligung an der neuen Opel-Finanzdienstleistungssparte des Unternehmens.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Verband Europäischer Opel-Händler (Euroda) will bis zu 500 Mio. Euro von seinen Mitgliedern einsammeln. "Wir wollen als Händler vernünftig beteiligt werden, damit wir ein Mitspracherecht auf Vertriebsebene bekommen", sagte Euroda - Vizepräsident Albert Still am Mittwoch.

Der Opel-Käufer Magna habe einen Anteil an "New Opel" zwar bereits abgelehnt. Die Händler wollten aber an der neuen Finanzdienstleistungssparte des Unternehmens namhaft beteiligt werden, zum Beispiel an einer neu zu gründenden Opel-Bank oder einem Opel-Versicherungsdienstleister. "Das könnte auch ein Fonds oder eine Gesellschaft sein", sagte Still. Magna habe bereits positiv auf das Angebot reagiert. "Allerdings haben wir noch keine präzisen Verhandlungen begonnen."

Ein Magna-Sprecher sagte der "Welt", für "New Opel" sei ein Beitrag der Händler zur Stabilisierung des Unternehmens wichtig. Details müssten in den kommenden Verhandlungen geklärt werden.

Laut Euroda-Vize Still könnten die Gespräche ab der dritten Oktoberwoche wieder aufgenommen werden. Sorge, die Händler könnten den angepeilten Betrag nicht aufbringen, zerstreute er. In vielen Ländern habe es Abwrackprämien gegeben, die den Händlern zugute gekommen seien. Die großen Landesverbände innerhalb von Euroda hätten bereits Zustimmung zu der Millionenbeteiligung signalisiert wie etwa Spanien und Großbritannien. Still geht davon aus, dass selbst die belgischen Händler an Bord bleiben, wenn das Werk Antwerpen geschlossen würde. "Die wollen doch auch dann noch Opel-Autos verkaufen.".

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