Gemeinsame Motor-Produktionsfirma
Mitsubishi will Firmen-Beteiligung an Daimler-Chrysler verkaufen

Mitsubishi Motors will einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung an einer gemeinsamen Motor-Produktionsfirma an seinen Partner Daimler-Chrysler verkaufen. Das Stuttgarter Unternehmen hat auch schon Pläne, wie es mit der Firma weitergehen soll.

HB TOKIO. Wie die gewöhnlich gut informierte japanische Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ am Samstag in ihrer Abendausgabe berichtet, will der Stuttgarter Konzern nach Übernahme von Mitsubishis Anteilen und der Genehmigung der Behörden die MDC-Power in eine eigene Tochter umwandeln. Die Verhandlungen befänden sich im fortgeschrittenen Stadium. Auf einen Kaufpreis hätten sich beide Unternehmen jedoch noch nicht geeinigt, schreibt das Blatt.

Die in Deutschland ansässige MDC-Power ging Ende 2003 an den Start und produziert 1,1- bis 1,5-Liter-Motoren für den Smart sowie Mitsubishis Colt-Modelle. Die jährliche Produktionskapazität belaufe sich auf 250 000 Motoren, hieß es. Da die Kapazitätsausnutzung von MDC-Power auf einen niedrigen Stand gesunken sei, sei die Mitsubishi Motors Corp. der Ansicht, dass es ökonomisch sinnvoller sei, die Motoren für den Colt künftig von dem deutschen Unternehmen zu kaufen.

Nach dem Kapitalrückzug der Daimler-Chrysler AG bei Mitsubishi Motors im vergangenen Jahr, würden beide Automobilkonzerne im Falle eines Verkaufs von Mitsubishis Beteiligung an MDC-Power keine Gemeinschaftsunternehmen mehr betreiben. Die gegenseitige Bereitstellung von Motoren wäre dann die einzige noch verbliebene Beziehung zwischen Mitsubishi Motors und Daimler-Chrysler, hieß es.

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