Gemeinsames Projekt
Stadtwerke wollen Gasnetz von RWE

Das Gastransportnetz von RWE ist mit 4 100 Kilometern eines der längsten Deutschlands. Nun will ein Konsortium von 36 Stadtwerken und Regionalversorgern das Netz übernehmen. Der niederländische Gastransporteur Gasunie soll den Betrieb garantieren.

DÜSSELDORF. Ein Konsortium von 36 Stadtwerken und Regionalversorgern will das Gastransportnetz von RWE übernehmen. Die Unternehmen beschlossen gestern, ein entsprechendes Angebot vorzubereiten, wie die Stadtwerke Bochum mitteilten. Die Versorger, die im Gebiet des RWE-Netzes größtenteils eigene Verteilnetze betreiben, wollen zudem den niederländischen Gastransporteur Gasunie einbinden. Dieser soll in einer gemeinsamen Projektgesellschaft den Betrieb des Netzes sicher stellen. Gasunie hat auch bereits Interesse an der Partnerschaft geäußert.

RWE hatte im vergangenen Mai der EU-Kommission zugesagt, sich vom Fernleitungsnetz für Gas zu trennen. Im Gegenzug will die Wettbewerbsbehörde ein Kartellverfahren gegen den deutschen Konzern einstellen. Zur Zeit prüft sie die Verpflichtungszusage noch. Mit einer offiziellen Genehmigung rechnet RWE aber in Kürze. Dann kann der Konzern den Verkaufsprozess starten.

Das Transportnetz von RWE ist mit 4 100 Kilometern eines der längsten Deutschlands. Allerdings befinden sich darunter verglichen mit anderen Transporteuren wie Ruhrgas oder Wingas nur vergleichsweise kurze Strecken mit hohem Durchmesser und damit hoher Kapazität. Die Leitungen decken vor allem das Versorgungsgebiet von RWE an Rhein und Ruhr ab.

Gasunie hatte bereits im Sommer ein erstes Interesse angemeldet. Das RWE-Netz wäre für den Konzern strategisch sinnvoll, weil es direkt an die eigenen Leitungen in den Niederlanden und Norddeutschland grenzt. Die Stadtwerke wiederum wollen den Gastransport in ihren Gebieten sicher stellen.

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