Genehmigung erteilt
Bayer darf neue Großanlage in Dormagen bauen

Die Bezirksregierung hat Bayer den Weg für die neue Chemie-Großanlage frei gemacht. In Dormagen kann der Konzern nun seine TDI-Produktion stärker konzentrieren. Rund 165 Millionen Euro sollen investiert werden.
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FrankfurtBayer hat grünes Licht für eine neue Chemie-Großanlage in Deutschland erhalten. Die Bezirksregierung in Köln gab dem Pharma- und Chemiekonzern die endgültige Genehmigung für Bau und Betrieb einer Anlage zur Produktion des Weichschaum-Vorprodukts TDI in Dormagen (Nordrhein-Westfalen), wie Bayer am Montag mitteilte.

TDI ist ein Ausgangsstoff für Polyurethan-Schäume, die unter anderem in Sitzpolstern oder der Innenverkleidung von Autos sowie bei Matratzen und Polsterungen in der Möbelindustrie zum Einsatz kommen. Bayer rechnet in den nächsten Jahren mit einer steigenden Nachfrage nach der Chemikalie. Der Konzern investiert rund 165 Millionen Euro in die neue Produktion.

Die entstehende Großanlage ist nach früheren Angaben Teil eines umfassenden Investitionsprogramms für die Bayer-Kunststoffsparte in Deutschland. Konzernchef Marijn Dekkers hatte 2012 - abhängig von der Marktentwicklung - für die nächsten drei Jahre Investitionen von mindestens 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die neue TDI-Anlage soll Mitte 2014 den Betrieb aufnehmen, eine Kapazität von 300.000 Tonnen im Jahr haben und schwerpunktmäßig für die europäischen Märkte produzieren.

Bayer rechnet sich Wettbewerbsvorteile aus, da die neue Anlage deutlich weniger Energie und Lösungsmittel benötigen soll als ältere Produktionen. In China hatte Bayer im vergangenen Jahr eine große Schwesteranlage für die Herstellung der Chemikalie in Betrieb genommen.

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