General Electric
Europaweite Demonstrationen gegen Stellenabbau

Nach dem Milliarden-Deal folgt das Sparprogramm: US-Konzern General Electric Siemens will 6500 Jobs in Europa kappen, vor allem in Deutschland und der Schweiz. Das treibt Gewerkschaften und Mitarbeiter auf die Straße.

ParisMit Aktionen in mehreren europäischen Städten haben Gewerkschaften gegen den geplanten Abbau von Stellen beim US-Industriekonzern General Electric (GE) protestiert. Vor der Europa-Zentrale des Konzerns in La Défense bei Paris demonstrierten am Freitag nach Schätzungen etwa 2000 bis 2500 Mitarbeiter. Die Veranstalter sprachen von rund 3000 Teilnehmern.

Unter den Demonstranten waren auch Delegationen mit mehreren hundert Teilnehmern aus Deutschland. So bezeichneten Gewerkschafter aus Mannheim den Stellenabbau auf Plakaten und Transparenten als ungerecht und kündigten an, den Frust in Widerstand umwandeln zu wollen.

GE hatte sich 2014 die Energie-Sparte des französischen Unternehmens Alstom in einer Bieterschlacht gegen ein Konsortium unter Beteiligung der deutschen Siemens gesichert. Nach der umkämpften Milliarden-Übernahme will GE nun in Europa mit 6500 knapp jeden fünften Job von den etwa 35.000 Stellen streichen.

Betroffen sind nach den Plänen in Deutschland bis zu 1700 Arbeitsplätze, in der Schweiz 1300 und in Frankreich 765. In Großbritannien und Spanien sollen jeweils etwa 500 Jobs wegfallen. Der internationale Gewerkschaftsverband Industriall berichtete von Aktionen an rund 40 verschiedenen Standorten in Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Belgien, Tschechien, Schweden und der Schweiz.

Verbandsvize Luc Triangle kritisierte nach den Angaben „eine fehlende industrielle Perspektive der Unternehmensleitung von GE“. Dadurch würden industrielle Kapazitäten auf Spiel gesetzt, die für Europa insbesondere im Energiesektor unerlässlich seien.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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