General Electric
GE gibt keine Prognosen mehr ab

Prognosen bestimmen das Auf und Ab einer Aktie maßgeblich mit. Dem will General Electric sich vorerst entziehen. Künftig will der Mischkonzern auf keine Gewinnprognose mehr abgeben. Bisher wagen diesen Schritt nur wenige amerikanische Unternehmen.

NEW YORK. Der amerikanische Mischkonzern General Electric (GE) will künftig keine Gewinnprognosen für die einzelnen Quartale mehr abgeben. Die Praxis, einen Ausblick zu den Erträgen pro Aktie zu geben, habe zu stärkeren Ausschlägen der Aktie geführt, sagte Finanzchef Keith Sherin gestern Abend. Stattdessen werde der US-Konzern künftig Gewinnziele für seine einzelnen Sparten nennen und die Märkte detailliert über die Pläne des Managements informieren.

GE hatte in den vergangenen Jahren seine Ziele regelmäßig erfüllt, sie 2008 aber in zwei Quartalen verfehlt. Die Aktie des Unternehmens verlor nicht zuletzt deshalb seit Jahresbeginn etwa die Hälfte ihres Wertes, legte gestern aber um rund sechs Prozent zu. Bisher verzichten nur wenige amerikanische Großunternehmen auf Gewinnprognosen, darunter Google und General Motors.

Konzernchef Jeffrey Immelt verschob zudem die geplante Trennung von der Konsumgütersparte. Beobachter hatten zuvor bezweifelt, dass eine Abspaltung oder ein Verkauf des Geschäftsbereichs angesichts der schwierigen Marktbedingungen erfolgreich sein könne. Die Sparte ist deutlich weniger profitabel als die anderen Konzernteile.

Seine Gewinnziele für das vierte Quartal und für 2008 bestätigte der Konzern. Die Dividende werde 2009 auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%