General Electric
GE verkauft Immobilien für 26,5 Milliarden Dollar

Der Mischkonzern General Electric verkauft sein Immobiliengeschäft und will eigene Aktien zurückzukaufen. Der Konzern will sich künftig auf Industriegüter fokussieren. Unter anderem schlägt ein Finanzinvestor zu.
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BangaloreDer Siemens-Konkurrent General Electric konzentriert sich auf seine industriellen Wurzeln und verkauft einen Großteil seiner Gewerbeimmobilien für 26,5 Milliarden Dollar. Käufer sind unter anderem der Finanzinvestor Blackstone und die Bank Wells Fargo, wie der US-Konzern am Freitag mitteilte. Zudem sollen eigene Aktien im Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar zurückgekauft werden. GE-Papiere legten vorbörslich um rund acht Prozent zu.

Hintergrund des größten Gewerbeimmobilien-Verkaufes seit 2007 ist auch die erwartete Leitzinserhöhung der US-Notenbank in diesem Jahr, womit sich kreditfinanzierte Übernahmen verteuern dürften. GE hatte bereits angekündigt, sich auf das profitablere Industriegeschäft zu konzentrieren. Dazu gehören Flugzeugtriebwerke, Generatoren oder Maschinen für die Ölförderung. Bis 2018 soll die Industriesparte mehr als 90 Prozent der Gewinne beisteuern. 2013 waren es rund 50 Prozent.

Blackstone und Wells Fargo kaufen GE-Unternehmensteile im Wert von 23 Milliarden Dollar. Außerdem unterzeichnete der Konzern Absichtserklärungen für weitere Verträge im Volumen von vier Milliarden Dollar. Um welche Käufer es sich dabei handelt, war zunächst unklar.

Obwohl der größte Teil der Finanztochter GE Capital verkauft werden soll, will sich der Konzern nicht ganz aus dem Bereich zurückziehen. Das gelte für Töchter, die direkt mit dem Industriegeschäft in Verbindung stünden, etwa die Flugzeug-Leasingsparte Gecas, teilte das Unternehmen mit.

2014 hatte GE im Wettbewerb um die Energiesparte von Alstom den Rivalen Siemens ausgestochen. Die Übernahme muss aber noch von Wettbewerbshütern genehmigt werden. So fürchtet die EU-Kommission, dass die Preise für Gasturbinen steigen können. GE hat bis August Zeit, um die Bedenken auszuräumen.

Die Bedingungen für Großübernahmen sind zurzeit auch deshalb günstig, weil die Notenbanken etwa in den USA, Europa und Japan die Märkte mit billigem Geld fluten. Wegen der günstigeren Wirtschaftslage in den USA gehen aber die meisten Experten davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen bald anheben wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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