General Motors droht bis zu 12.000 Stellen in Europa zu streichen
Gespräche bei Opel am Scheideweg

Im Ringen um ein massives Sparpaket bei Opel stehen die Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat vor einer grundlegenden Weichenstellung. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen wird bei einem Spitzengespräch am Donnerstag die Vorentscheidung darüber fallen, ob betriebsbedingte Kündigungen bei dem Autobauer vermieden werden können, wie es die Arbeitnehmervertreter fordern.

hz HB FRANKFURT/M. Daran werde sich zeigen, ob ein Kompromiss noch im Laufe dieses Jahres möglich ist, hieß es. Das Management des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) macht ein solches Entgegenkommen von massiven Zugeständnissen der Arbeitnehmer abhängig. Das Ziel, im europäischen Geschäft mit Opel, Vauxhall und Saab jedes Jahr 500 Mill. Euro einzusparen, hält die Europazentrale nicht mehr für verhandelbar. Sprechen könne man nur darüber, wie das geschehen solle. Zwei Wochen nach dem Tarifabschluss des Erzrivalen VW gehen die Gespräche bei Opel damit in die heiße Phase.

GM will die Kosten bis 2006 um 500 Mill. Euro jährlich drücken und droht, bis zu 12 000 Stellen in Europa zu streichen, davon allein etwa 10 000 bei Opel. Der Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz fordert von GM dagegen, auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Eine Verständigung in dieser Schlüsselfrage würde den Weg für eine Einigung bis Ende des Monats frei machen. Franz hatte bereits Vorruhestandsregelungen bis 2010 sowie eine Verrechnung von übertarifliche Leistungen als Gegenleistung angeboten.

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