General Motors fährt mit schwedischer Tochter enormes Minus ein: Saab rutscht tiefer in die Verlustzone

General Motors fährt mit schwedischer Tochter enormes Minus ein
Saab rutscht tiefer in die Verlustzone

Der angeschlagene US-Autokonzern General Motors (GM) sieht bei der Tochtergesellschaft Saab kein Licht am Ende des Tunnels. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen machte die schwedische Marke im vergangenen Jahr trotz eingeleiteter Sanierung ein dickes Minus. Ihre Existenz steht auf dem Spiel.

HB FRANKFURT. Saab fuhr demnach ein Minus von gut 300 Mill. Dollar ein, nach knapp 200 Mill. Dollar im Vorjahr. Angesichts der Forderung des GM-Großaktionärs Kirk Kerkorian nach einer Trennung von Saab steht der neue GM-Europachef und Ex-Opel-Boss Carl-Peter Forster nun unter immensen Druck, bei Saab eine rasche Wende herbeizuführen.

Ein-GM-Sprecher verwies darauf, dass das Unternehmen grundsätzlich keine Bilanzen seiner Tochtergesellschaften veröffentlicht. Forster lehnt eine Trennung von Saab ab und will die Marke in den nächsten Jahren mit weiteren Baureihen in die Gewinnzone bringen.

Doch auch im GM-Führungszirkel gibt es Stimmen, die eine Schließung des Milliardengrabs fordern. Greift die Sanierung nicht, „weiß ich nicht, ob Ende des Jahres Saab noch zum GM-Konzern gehört“, sagte eine GM-Führungskraft. Analysten nannten die Zahlen „kein ermutigendes Signal“.

Der angeschlagene US-Konzern will im laufenden Jahr die Kosten noch schärfer senken und seine Milliardenverluste schnellstmöglich abbauen. Bereits im November hatte GM-Boss Rick Wagoner die Streichung von 30 000 Stellen und die Schließung mehrerer Werke in den USA angekündigt. In Europa hatte GM bereits im Jahr 2004 eine drastische Sanierung bei Saab und Opel eingeleitet und allein in Deutschland rund 9 000 Stellen abgebaut. Ein neues Sparpaket sei nicht geplant, heißt es. Der Kostendruck auf Europa sei angesichts der Krise in den USA aber „noch brutaler geworden“.

Das GM-Management hatte im Dezember 2004 sogar über ein Ende des Engagements bei den Schweden beraten, sich dann aber für ein Rettungspaket und neue Milliardeninvestitionen entschieden. „GM steht voll zu seiner Tochter Saab und deren weiteren Entwicklung in der Zukunft“, sagte ein GM-Sprecher. Die Meinung eines Investors müsse nicht zwangsläufig die Auffassung des Managements sein. Kerkorian hatte Ende vergangene Woche über seinen Berater Yerome York von GM verlangt, sich unter anderem von Saab zu trennen.

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