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General Motors: GM könnte bald filetiert werden

Es ist alles bereit für das Ende von GM. Laut gut informierten Kreisen liegen die Pläne für eine Aufspaltung des Konzerns fertig in der Schublade. Die profitablen Marken sollen in eine eigene Gesellschaft gerettet werden. Selbst GM-Chef Fritz Henderson schließt eine Insolvenz nicht aus. Sein Vorgänger Rick Wagoner verlässt das lecke Schiff mit einer großzügigen Pension.

In der Defensive: Der neue GM-Chef Fritz Henderson. Quelle: Reuters
In der Defensive: Der neue GM-Chef Fritz Henderson. Quelle: Reuters

HB DETROIT. Der ums Überleben kämpfende US-Autobauer General Motors(GM) soll notfalls offenbar in eine geordnete Insolvenz geführt und aufgespalten werden. Sollte die Opel-Mutter Gläubigern und Gewerkschaften keine drastischen Einschnitte abringen können, gebe es Pläne, aus den gesunden GM-Teilen ein neues, profitables Unternehmen zu formen, sagte eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

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Der neue Konzernchef Fritz Henderson schloss auch eine Insolvenz vor Ablauf der 60-tägigen Frist der US-Regierung nicht mehr aus. Henderson sagte in seiner ersten Pressekonferenz in der neuen Rolle am Dienstag in Detroit, dies könnte nötig sein, um die verschärften Anforderungen der US-Regierung für die Sanierung des nur noch durch Staatskredite zahlungsfähig gehaltenen Autoriesen zu erfüllen. GM müsse "einschneidender, härter und schneller" vorgehen als bisher geplant.

Wie Reuters unter Berufung auf Insider meldet, sollen Plänen zufolge wenig zukunftsfähige Marken wie Saturn und Hummer gebündelt, länger unter Gläubigerschutz geführt und schließlich verkauft oder abgewickelt werden.

Auch die "New York Times" berichtete am Mittwoch auf ihrer Internetseite, die Regierung wolle einen kontrollierten Gläubigerschutz von GM durch eine Aufspaltung des Konzerns erreichen. Zu den profitableren Marken für den gesunden Unternehmensteil sollten unter anderem Cadillac und Chevrolet zählen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.

GM hatte bereits angekündigt, fünf seiner Werke in den USA aufgeben zu wollen. US-Präsident Barack Obama hatte dem Konzern am Montag noch eine Frist von 60 Tagen eingeräumt, um die als unzureichend eingeschätzten bisherigen Sanierungspläne zu verbessern. Henderson hatte danach erstmals auch über die Möglichkeit gesprochen, dass GM in den Bankrott gehen und eine Restrukturierung unter Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beginnen könnte.

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