General Motors
GM: Saturn geht an Rennsportlegende Penske

Die Automarke Saturn von General Motors hat einen neuen Besitzer gefunnden - und zwar Roger Penske. Die US-Rennsportlegende übernimmt neben der einstigen Hoffnungsmarke des insolventen Autobauers auch noch 350 Niederlassungen. Und an Kündigungen denkt Penske nicht - vorerst.

HB DETROIT. Der insolvente Autoriese General Motors will seine Marke Saturn an die US-Rennsportlegende Roger Penske verkaufen. Penske habe einen Vorvertrag für die Übernahme der 350 Saturn-Niederlassungen in seine Autohandelskette Penske Automotive Group unterzeichnet, erklärten beide Unternehmen am Freitag. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Penske erklärte, er wolle vorerst alle 13 000 Saturn-Mitarbeiter weiter beschäftigen.

Penske ist Besitzer der zweitgrößten Autohandelskette in den USA. Am Dienstag war bereits bekanntgeworden, dass ein chinesisches Industrieunternehmen die für ihre spritschluckenden übergroßen Geländewagen bekannte Marke Hummer vom Opel-Mutterkonzern GM übernehmen will.

Die Fahrzeuge der Marke Saturn sollten noch zwei Jahre lang von GM gefertigt werden, sagte Penske. Er sei allerdings in Gesprächen mit Herstellern in aller Welt über die Produktion für Saturn in der Zukunft.

Saturn wurde von GM im Jahr 1985 als Antwort auf den Erfolg kleinerer, weniger spritdurstiger Automodelle aus Europa und Japan gegründet. Ende April hatte GM angekündigt, Saturn ebenso wie Hummer und Saab verkaufen zu wollen. Einige Modelle von Saturn sind identisch mit Autos von Opel oder beruhen auf Modellen aus dem deutschen Unternehmen.

Roger Penske wurde Ende der 1950er Jahre in den USA als Rennfahrer berühmt. 1965 zog er sich als aktiver Fahrer zurück und betreibt seither mit großem Erfolg Rennställe in mehreren Wettbewerbsserien, so in der IndyCar-Serie, dem US-Pendant zur Formel 1, und in der in den Vereinigten Staaten extrem beliebten NASCAR, die mit äußerlich Serienautos ähnelnden Fahrzeugen ausgetragen wird.

Penskes Autohandelskette vertreibt auch eine breite Palette internationaler Marken wie Mercedes, BMW, Audi, Volkswagen, Ferrari und Rolls Royce. Er war zudem bei der Einführung des Daimler-Kleinstwagens smart in den USA beteiligt.

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