General Motors
Justiz könnte Zündschloss-Skandal als kriminell bewerten

GM kämpft wegen fehlerhafter Zündschlösser mit Massen-Rückrufen und Entschädigungsforderungen. Zeitungen berichteten schon 2014 über Untersuchungen von US-Ermitteln. Nun könnte der Fall als kriminell eingestuft werden.
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New YorkFür den größten US-Autobauer General Motors (GM) könnte der Skandal um defekte Zündschlösser ein heftiges juristisches Nachspiel haben. Das US-Justizministerium erwäge, das Unternehmen wegen krimineller Vertuschungen und irreführender Angaben zu der Pannenserie anzuklagen, die mit über 100 Todesfällen in Verbindung gebracht wird, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Quellen.

Die Opel-Mutter GM kämpft wegen fehlerhafter Zündschlösser, die in voller Fahrt in die Aus-Position zurückspringen können, mit Massen-Rückrufen und Entschädigungsforderungen. Bereits im August 2014 hatte die Zeitung über Untersuchungen von US-Ermittlern berichtet. Geprüft würden mögliche Vertuschungen der GM-Rechtsabteilung, die die Rückrufe der betroffenen Autos verzögert haben könnten, hieß es damals.

Nun schreibt das Blatt, der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara könne den Fall als kriminell einstufen. Er bereite ein ähnliches Verfahren wie im Fall Toyota vor. Der japanische Konzern musste im März 2014 wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Milliarden Dollar zahlen, um ein Strafverfahren abzuwenden. Ein GM-Sprecher betonte, man werde weiter in vollem Umfang mit den Ermittlern kooperieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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