General Motors
Konzernmutter sieht Opel auf gutem Weg

General Motors ist zufrieden: Die Rüsselsheimer Autobauer seien in so guter Form wie lange nicht mehr. Eine starke Marke ist GM wichtig, denn die Firma benötigt Schub im Kampf gegen Toyota und VW.
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DetroitGeneral Motors (GM) sieht sein Sorgenkind Opel auf einem ermutigenden Weg. Der Rüsselsheimer Autobauer befinde sich in der besten Verfassung seit langem, sagte der neue GM-Finanzchef Chuck Stevens. Er erwarte, dass Opel seinen Marktanteil in diesem Jahr nochmals ausbauen werde, nachdem dies 2013 trotz der Absatzkrise in Europa erstmals seit 14 Jahren gelungen war. Auch der alte GM-Chef Dan Akerson äußerte sich nach der Übergabe der Konzernleitung an seine Nachfolgerin Mary Barra am Mittwochabend optimistisch über die Zukunft der zweitgrößten Pkw-Marke des US-Autogiganten. Eine Stabilisierung bei Opel könnte GM auch einen Schub im engen Rennen mit Branchenprimus Toyota und VW um die Weltmarktspitze geben.

Der neue GM-Präsident Dan Ammann sprach von einem Übergangsjahr für Opel, um die Krise zu überwinden und 2016 wie geplant wieder Gewinne zu schreiben. Akerson mahnte, vor allem das Image der Marke mit dem Blitz müsse verbessert werden. Mit einem BMW -Logo könnten Autos gleich deutlich teurer verkauft werden. Antrieb erhofft sich Opel vor allem von neuen Modellen, etwa der Markteinführung eines neu designten Corsas gegen Ende des Jahres. Auch eine neue Version des Astra, voraussichtlich ab Anfang 2015, dürfte laut Stevens dazu beitragen, dass das Europa-Geschäft von GM wieder die Gewinnschwelle erreiche.

Die Wirtschaft in Europa bleibe jedoch „sehr, sehr anfällig”, warnte er. Das Europa-Geschäft könne leiden, teils wegen der Sanierungskosten im Zusammenhang mit der anstehenden Schließung des Opel-Werks in Bochum, aber auch wegen der Probleme auf dem russischen Markt.

Wie der Konkurrenz macht auch Opel die Wirtschaftsflaute in vielen Ländern Europas zu schaffen. Doch trotz eines weiter schrumpfenden Marktes konnte das Unternehmen seinen Absatz im vergangenen Jahr bei rund 1,1 Millionen Fahrzeugen immerhin stabil halten. Zusammen mit der britischen Schwestermarke Vauxhall baute es den Marktanteil in Europa damit sogar leicht auf 5,61 Prozent aus.

Der Autoabsatz in Europa fiel 2013 branchenweit auf den niedrigsten Stand seit 1995, wie der Herstellerverband ACEA am Donnerstag mitteilte. In der EU wurden nur noch 11,85 Millionen Pkw neu zugelassen, ein Rückgang von 1,7 Prozent im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahr. Zum Jahresende hellte sich die Lage zwar leicht auf. Im Dezember kletterten die Neuzulassungen den vierten Monat in Folge. Sie legten binnen Jahresfrist um 13,3 Prozent auf 906.294 Autos zu. Das war jedoch immer noch der drittschlechteste Dezember-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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