General Motors
Milliardengewinn zum Börsengang

Gute Zahlen dürften General Motors den Gang an die Börse leicht machen. Das ehemalige Krisenunternehmen floriert. Im dritten Quartal könnte GM einen Gewinn von rund zwei Milliarden US-Dollar erzielen.
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HB DETROIT. General Motors empfiehlt sich mit einem Milliardengewinn für die Rückkehr an die Börse. Im dritten Quartal verdiente der größte US-Autobauer 1,9 bis 2,1 Milliarden Dollar (um die 1,4 Mrd Euro). Der Umsatz liegt nach vorläufigen Kalkulationen bei rund 34 Milliarden Dollar. „Wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten, die das Unternehmen macht“, sagte Finanzchef Chris Liddell am Mittwoch in Detroit.

Vor gut einem Jahr stand GM noch am Abgrund, der Staat musste eingreifen. Jetzt steht die Rückkehr aufs Parkett an. Insgesamt will der Konzern dabei in einem ersten Schritt Aktien für um die 13 Milliarden Dollar unter die Anleger bringen. Das Geld kommt zum größten Teil dem US-Steuerzahler zugute, der GM mit 50 Milliarden Dollar gerettet hatte. Nur ein kleiner Teil geht an GM selbst, etwa für die Entwicklung neuer Autos.

Der Vergleich mit den Zahlen aus dem Vorjahresquartal macht deutlich, wie sich GM gewandelt hat: Damals lag der Umsatz bei lediglich 25,1 Milliarden Dollar. Das Unternehmen schrieb einen Verlust von 908 Millionen Dollar. Allerdings war das Quartal auch kürzer: GM war erst am 10. Juli der Insolvenz entkommen. Eine jahrelange verfehlte Modellpolitik, überbordende Personalkosten und der Absatzeinbruch in der Wirtschaftskrise hatten in die Katastrophe geführt.

Nach den massiven Verlusten der Vorjahre konnte die Konzernführung das Steuer in diesem Jahr herumreißen. In den ersten neun Monaten verdiente GM unterm Strich gute 4 Milliarden Dollar. Auch für das Schlussquartal versprach GM, operativ Geld zu erwirtschaften. Allerdings warnte das Management vor übertriebenen Erwartungen. So werden die Kosten für die Markteinführung neuer Modelle wie dem Elektroauto Volt am Gewinn knabbern.

Auf der Verkaufsseite hält der gute Lauf dagegen an. Im Oktober wurde GM im wichtigen Heimatmarkt 183 400 Autos los. Die vier verbliebenen US-Marken Chevrolet, Buick, GM und Chevrolet konnten ihren Absatz um 13 Prozent steigern. Auch die immer bedeutender werdenden asiatischen Märkte boomen. Dagegen musste die deutsche Tochter Opel nach dem Auslaufen der Abwrackprämie herbe Einbußen hinnehmen.

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