General Motors mit kräftigem Absatzplus
Allein Mercedes punktet in den USA

Der Juni lief für deutsche Autobauer in den USA überwiegend schlecht: Volkswagen musste einen erneuten Absatzeinbruch verkraften. Selbst der erfolgsverwöhnte Sportwagenbauer Porsche konnte nicht zulegen. Nur Mercedes fand am weltgrößten Automarkt mehr Käufer für seine Fahrzeuge.

HB DETROIT. Dagegen halfen massive Kaufanreize dem weltgrößten Autokonzern General Motors am seinem Heimatmarkt zu einem kräftigen Absatzplus. Der ebenfalls in der US-Autometropole beheimatete Rivale Ford musste jedoch arbeitstäglich bereinigt erneut ein Absatzminus hinnehmen. Der Juni dieses Jahres hatte mit 26 einen Arbeitstag mehr als der im Vorjahr. Erneute Verkaufserfolge am US-Automarkt erzielten einmal mehr die großen japanischen Anbieter.

Nach massiven Absatz-Einbrüchen in den Vormonaten musste der Wolfsburger VW-Konzern auch im Juni ein deutliches Verkaufsminus in den USA verkraften. Der Absatz fiel um 19,2 % auf 19 071 Fahrzeuge der Marke VW. Ein Firmensprecher begründete den Rückgang unter anderem mit dem Auslaufen des Modells Passat in den USA. Im Vergleich zum Vormonat Mai habe VW aber wieder mehr Autos in den USA verkauft. Wegen des gegenüber dem Vorjahr fehlenden Verkaufstages erzielte auch die Konzerntochter Audi ein um 0,2 % schlechteres Verkaufsergebnis. In absoluten Zahlen stieg der Audi-Absatz aber nach Angaben des Unternehmens auf 7209 von 6947.

Auch die Sportwagen-Schmiede Porsche fand im Juni in den USA deutlich weniger Kunden. Mit 2551 Wagen seien am US-Markt 12,6 % weniger Fahrzeuge verkauft worden, teilte das Unternehmen mit. Porsche machte dafür einen Lieferengpass beim neuen 911er verantwortlich. Im laufenden Monat werde Porsche jedoch wieder ausreichend 911er liefern können. Auch die Verkaufszahlen des Geländewagenmodells Cayenne sanken.

Selbst der erfolgsverwöhnte Münchner BMW-Konzern setzte weniger Autos ab. Mit 26 999 nach 27 909 Pkw seien im Juni sieben Prozent weniger Fahrzeuge an Kunden in den USA verkauft worden.

Dagegen erzielte der deutsch-amerikanische Daimler-Chrysler etwas bessere Verkaufsergebnisse als im Jahr zuvor. Der Absatz von Mercedes-Pkw sei um 0,3 % auf 18 242 Wagen gestiegen, der der Marke Chrysler um ein Prozent auf 220 032 Fahrzeuge, hieß es in einer Firmenmitteilung.

Mit massiven Kaufanreizen hat GM sein Absatzergebnis im Juni kräftig gesteigert, zu einem erheblichen Teil zu Lasten des Konkurrenten Ford. GM bot Käufern seiner Autos die gleichen Rabatte wie seinen Beschäftigten an und verkaufte dadurch mit 544 215 nach 370 927 Fahrzeugen 41,1 % mehr. Dagegen setzt Ford wegen des im Vergleich zum Vorjahr fehlenden Verkaufstages 2,5 % weniger ab, wenn auch die absolute Absatzzahl auf 269 747 von 266 128 Autos stieg.

Der japanische Autokonzern Toyota steigerte seine Verkaufszahlen um zehn Prozent auf 194 875 Wagen. Der Absatz im ersten Halbjahr sei der höchste, den der Konzern in den 48 Jahren seiner Tätigkeit in den USA erzielt habe, teilte Toyota mit. Um 14,2 % auf 92 781 Autos steigerte der von französischen Renault-Konzern kontrollierte Autohersteller Nissan seine Verkäufe in den USA.

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