General Motors: Opel halbiert die Verluste

General Motors
Opel halbiert die Verluste

Opel arbeitet sich aus der Krise. Die Verlust der GM-Tochter haben sich im Jahresverlauf halbiert. Doch damit will sich Opel-Chef Neumann nicht zufrieden geben. Bis 2018 will er wieder Gewinne machen.
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DetroitBeim Autohersteller Opel zeigt der harte Sanierungskurs der US-Konzernmutter General Motors Wirkung. Im vergangenen Jahr ging der operative Verlust des Europageschäfts um mehr als die Hälfte auf noch 844 Millionen Dollar (623 Mio Euro) zurück, wie GM am Donnerstag in Detroit berichtete. Der positive Trend hielt auch im Schlussquartal an, als noch einmal 345 Millionen Dollar (255 Mio Euro) operativer Verlust aufliefen.

„Mit diesem Ergebnis, das wir auch dank hoher Kostendisziplin und verbesserter Effizienz unserer internen Abläufe erreichen konnten, haben wir unsere eigenen Planungen übertroffen“, lobte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann seine Mitarbeiter in einem Rundbrief. Das aktuelle Jahr werde aber noch anspruchsvoller. „Auf dem Weg zurück zur Profitabilität müssen wir weiterhin Quartal für Quartal liefern.“

In diesem Jahr steht die mit der IG Metall verabredete Schließung des Bochumer Werks an, die zu finanziellen Sonderbelastungen führen dürfte. Aktuell weist GM nur noch 35 000 Mitarbeiter für Opel/Vauxhall aus. Das sind 4000 weniger als zwei Jahre zuvor. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist bei der Marke mit dem Blitz spätestens für 2016 geplant.

Opel hat mit seiner britischen Schwestermarke Vauxhall 2013 den Marktanteil in Europa nach Zählung des europäischen Branchenverbandes Acea erstmals seit 14 Jahren leicht auf 6,8 Prozent ausgebaut. Laut GM sank die absolute Stückzahl um 32 000 auf 1,047 Millionen Autos. Der Markt schrumpfte damit stärker als der Opel-Absatz. Der Opel-Umsatz stieg im Schlussquartal das zweite Mal in Folge vor allem durch Verkäufe der margenstärkeren Modelle Insignia und Mokka, wie ein Unternehmenssprecher sagte.

„Die schwierigen Entscheidungen, die wir während des Jahres treffen mussten, werden unser Geschäft weiter stärken“, erklärte die seit Januar amtierende GM-Chefin Mary Barra in Detroit. Weltweit konnte GM seinen Jahresumsatz dank eines gutlaufenden Geschäfts in Nordamerika um 2 Prozent auf 155,4 Milliarden Dollar hochschrauben. In Asien und Südamerika lief es für den Konzern hingegen nicht rund. Der Gewinn sank auch durch Umbaukosten von unterm Strich 4,9 Milliarden auf 3,8 Milliarden Dollar.

Barry hat für das Europageschäft für die Mitte des Jahrzehnts schwarze Zahlen versprochen. Im vergangenen Jahr belastete die Entscheidung, die Marke Chevrolet in Europa einzustellen. Seit 1999 ist dort ein Verlust von insgesamt 18 Milliarden Dollar angefallen. GM proftierte im jüngsten Quartal aber unter anderem durch den Verkauf seiner Anteile am französischen Konzern PSA Peugeot Citroën.

Ein Handelsblatt-Interview mit dem ehemaligen GM-Chef Akerson finden Sie zum Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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