General Motors
Opel macht die Tür auf

In höchster Not dürfen nun bei Opel auch andere ran. Der deutsche Autobauer ist offen für Beteiligungen, wie GM-Europa-Chef Carl Peter Forster mitteilte. Und: Management und Arbeitnehmer wollen Opel auf gesunde Füße stellen. Dabei ist die Rede von "deutlichen Maßnahmen".

hz/HB FRANKFURT/BERLIN. Im Ringen um die Zukunft von Opel fasst das Management erstmals eine Partnerschaft oder eine Beteiligung ins Auge. „Wenn es für den nachhaltigen Erfolg von GME und Opel Sinn macht, ist das Management auch bereit, über Partnerschaften und Beteiligungen mit Dritten zu verhandeln“, teilten Opel-Chef Hans Demant, GM-Europa-Boss Carl-Peter Forster und Opel-Betriebsratschef Klaus Franz in einer gemeinsamen Erklärung mit. Damit stellt der Autokonzern zum ersten Mal eine teilweise Abkoppelung des Unternehmens vom kriselnden Mutterkonzern General Motors in Aussicht. Management und Arbeitnehmerseite wollen nun Gespräche aufnehmen, um das europäische Geschäft von GME mit „deutlichen Maßnahmen“ auf eine tragfähigen und nachhaltig gesunde finanzielle Basis zu stellen.

Aus Unternehmenskreisen hieß es, dass sowohl Beteiligungen von Ländern über einen gewissen Zeitraum denkbar seien als auch fremdes Kapital anderer Unternehmen.

Wobei der mit Bangen erwartete Sanierungsplan des taumelnden US-Autobauers General Motors der deutschen Tochter Opel immer noch keine Klarheit gebracht hat. GM teilte in Detroit mit, man benötige zusätzlich zu den bereits gewährten Notkrediten weitere Staatshilfen. Schon im März seien zwei Mrd. Dollar erforderlich, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Weltweit will GM 47 000 Arbeitsplätze streichen.

Außerhalb der USA stehen 26 000 Stellen zur Disposition. Damit müssen auch Opel-Mitarbeiter an den deutschen Standorten um ihren Arbeitsplatz bangen. Der Opel- Betriebsrat hatte sich zuletzt für eine Herauslösung Opels aus dem Konzernverbund stark gemacht, um das Überleben des Autobauers zu sichern.

GM-Vorstandschef Rick Wagoner wollte sich nicht festlegen, wie die Zukunft der Tochter aussehen könnte. „Wir sind mittendrin, mit verschiedenen Seiten zu sprechen, darunter auch die deutsche Regierung“, sagte er am Dienstag (Ortszeit) bei der Vorlage eines Sanierungskonzeptes in Detroit. Man höre sich alle Optionen an. Bislang sei aber noch kein Käufer aufgetaucht.

Konkrete Angaben zu den Folgen für die Opel-Standorte in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern machte GM nicht, äußerte aber die Erwartung, dass es auch in Deutschland staatliche Hilfen geben werde.

Seite 1:

Opel macht die Tür auf

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%