General Motors
Schlussverkauf für GMs Markenwelt läuft

Neben Opel will sich General Motors noch von weiteren Marken trennen. Und nicht für jedes Tochterunternehmen stehen Investoren Schlange. Die schwedische Saab etwa sucht noch - besser sieht es hingegen für Saturn. Ein großer Name der amerikanischen Autogeschichte hat Interesse angemeldet.

HB DÜSSELDORF. Für die Europa-Tochter rund um Opel sucht GM einen Investor. Im Gespräch sind derzeit vor allem der italienische Autobauer Fiat und der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna. Im Gegensatz zu Opel verhandelt Fiat aber nicht mit der schwedischen General Motors-Tochter Saab. "Wir führen keine Gespräche mit Fiat", sagte Saab-Chef Jan-Ake Jonsson der schwedischen Zeitung "Sodermanlands Nyheter" vom Dienstag. Der Firmenchef bekräftigte jedoch, dass zahlreiche seriöse Käufer an dem schwedischen Traditionshersteller interessiert seien, der seit Februar unter Gläubigerschutz arbeitet.

Der Insolvenzverwalter hatte Anfang April gesagt, es gebe rund 20 Interessenten für die schwedische Opel-Schwester. Der angeschlagene US-Mutterkonzern GM will sich bis spätestens 2010 von Saab trennen.

Für die zum Verkauf stehende US-Marke Saturn des angeschlagenen Autobauers General Motors interessiert sich allerdings einem Zeitungsbericht zufolge der US-Autohändler Penske. Dies berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) auf seiner Internetseite mit Verweis auf mit der Situation vertraute Personen. Ein Penske-Sprecher wollte den Bericht der Zeitung gegenüber nicht kommentieren.

Für Saturn hatte hingegen bereits eine Investorengruppe um die Beteiligungsgesellschaft Black Oak Partners und die Saturn-Händler ihr Interesse an der US-Marke signalisiert. Bislang gebe es jedoch keine offizielle Reaktion von GM auf das Angebot, sagte ein Black-Oak-Sprecher der Zeitung. Der ums Überleben kämpfende Automobilhersteller GM will Saturn noch in diesem Jahr verkaufen und hatte von mehreren Interessenten gesprochen. Bis Ende Mai läuft für GM die Frist der US-Regierung, ein nachhaltiges Sanierungskonzept für den Konzern vorzulegen.

Die im US-Bundesstaat Michigan ansässige Händlergruppe Penske verfügt über rund 300 Stützpunkte in den USA, Großbritannien und Deutschland und ist nach Umsatz die zweitgrößte US-Autohandelsgruppe nach Autonation. Penske hat für Daimler den Vertrieb des Kleinwagens smart in den USA übernommen. Der Cityflitzer feiert dort seit seiner Markteinführung Anfang 2008 überraschende Erfolge. Der Besitzer der Händlergruppe, Roger Penske, ist auch Eigentümer des Rennstalls Penske Racing.

GM will sich im Zuge seiner Sanierung von insgesamt vier in den USA vertriebenen Marken trennen. Neben Saturn stehen auf der Streichliste die schwedische Tochter Saab, die Geländewagenmarke Hummer und der Sportwagenbauer Pontiac. Damit würde sich der Konzern künftig auf die vier Kernmarken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC konzentrieren.

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