General Motors
Spekulationen über chinesische Beteiligung an GM

Der amerikanische Automobilkonzern GM könnte möglicherweise schon bald chinesische Anteilseigner haben. Laut Medienberichten steht ein Einstieg von Chinas SAIC bei dem US-Autobauer kurz bevor.
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HB DETROIT. Der chinesische Autokonzern SAIC Motor steht offenbar kurz davor, beim US-Konkurrenten General Motors einzusteigen. Die Gespräche zwischen den staatlich finanzierten Autobauern befänden sich in den letzten Zügen, teilten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters am Mittwoch mit. Die Verhandlungen könnten noch am Wochenende abgeschlossen werden. Es sei noch unklar, wie hoch die Beteiligung von SAIC im Rahmen des geplanten Börsengangs des Opel-Mutterkonzerns ausfalle. Eine Transaktion müsste durch die Regierung in Peking genehmigt werden. Es sei auch noch möglich, dass SAIC keinen Anteil an GM übernehme, betonten die beiden Insider.

GM und SAIC kennen sich bereits gut, beide Konzerne kooperieren auf dem chinesischen Markt, arbeiten aber auch außerhalb der Volksrepublik miteinander. So betreiben sie in Indien ein Gemeinschaftsunternehmen, und SAIC hält seit der Insolvenz der US-Firma 51 Prozent an der Tochter Shanghai GM. China ist 2009 zum weltgrößten Automarkt aufgestiegen und hat die USA überholt.

GM buhlt derzeit weltweit um Investoren. Es wird erwartet, dass Staatsfonds aus Übersee beim IPO Aktien im Wert von fast zwei Milliarden Dollar an dem Konzern kaufen. Der einst größte Autobauer der Welt will noch im November die Rückkehr aufs Börsenparkett wagen. Dabei will der teilverstaatlichte Konzern Aktien im Wert von insgesamt rund 13 Milliarden Dollar ausgeben. Im abgelaufenen dritten Quartal hatte GM trotz eines größeren Verlusts von Opel seinen Betriebsgewinn (Ebit) um 14 Prozent gesteigert. Opel-Vertriebschef Alain Visser sagte dem „Tagesspiegel“, Opel strebe im kommenden Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis an, das „ist drin“.

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