Generika-Hersteller: Deutschland wird für Stada unwichtiger

Generika-Hersteller
Deutschland wird für Stada unwichtiger

Die Rabattverträge mit deutschen Krankenkassen machen Stada, einem Hersteller von Nachahmer-Präparaten, zu schaffen. In anderen Regionen läuft es für den Pharmakonzern aber deutlich besser.
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FrankfurtDer Arzneimittelhersteller Stada klagt über harte Verhandlungen mit deutschen Krankenkassen. Die Rabattverträge für Nachahmerpräparate (Generika) drückten auf die Gewinnspanne und führten zu einem Rückgang des Anteils Deutschlands am Firmenumsatz. Nur noch 26,5 Prozent erwirtschaftet Stada in Deutschland nach 28,7 Prozent im Vorjahresquartal.

Dank starker Geschäfte in Osteuropa und Frankreich konnten Umsatz und Ergebnis aber dennoch gesteigert werden. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) nahm binnen Jahrsfrist um sieben Prozent auf 98,5 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen aus Bad Vilbel bei Frankfurt am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 98 Millionen Euro gerechnet.

Der bereinigte Konzerngewinn sank allerdings unter anderem auf Grund höherer Steuerzahlungen um sieben Prozent auf 36,7 Millionen Euro. Das Unternehmen, das neben Generika auch frei verkäufliche Gesundheitsprodukte wie das Erkältungsmittel Grippostad C produziert, setzte von Januar bis März 477 Millionen Euro um. Das sind acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Konzernchef Hartmut Retzlaff bekräftigte die Jahresziele: Der Umsatz solle 2013 steigen und das bereinigte Ebitda voraussichtlich um eine hohe einstellige Prozentrate zunehmen. Auch an seinen mittelfristigen Zielen hielt Stada fest. Im Jahr 2014 soll der Umsatz bei 2,15 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda bei 430 Millionen Euro und der Nettogewinn bei rund 215 Millionen Euro liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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