Generika-Hersteller prüft weitere Übernahmen
Stadas Wachstumshunger ist noch nicht gestillt

Der Generika-Hersteller strebt nach dem zwölften Rekordjahr mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Ergebnis weiterhin operativ wie auf Erlösbasis Zuwächse an. Die Internationalisierung der vergangenen Jahre zeigte im Jahresergebnis für 2007 erneut ihre Wirkung.

dpa-afx BAD VILBEL. Der Generika-Hersteller Stada strebt nach dem zwölften Rekordjahr mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Ergebnis weiterhin operativ wie auf Erlösbasis Zuwächse an. Auch in Zukunft plane Stada den langjährigen Wachstumskurs durch geeignete Zukäufe zu beschleunigen und prüfe kontinuierlich geeignete Übernahmeobjekte, teilte Deutschlands drittgrößter Generika-Hersteller am Donnerstag mit. Zur Schaffung eines ausreichenden Finanzierungsrahmens für entsprechende Zukäufe seien auch geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, wenn solche Akquisitionen die Eigenkapitalquote zu stark belasten würden, bekräftigte Stada frühere Aussagen.

Der Konzern strebt nach früheren Aussagen für zukünftiges Wachstum auch weiterhin Übernahmen an - bevorzugt in Osteuropa. 2006 hatte Stada mit der Übernahme der serbischen Hemofarm für 494 Mill. Euro den größten Kauf der Unternehmensgeschichte gestemmt. Im August 2007 wurde die russische Pharmagruppe Makiz für rund 125 Mill. Euro übernommen. Stada wies Ende 2007 eine Eigenkapitalquote von 36,6 Prozent aus, die damit deutlich im zufrieden stellenden Bereich von über circa 30 Prozent liege. Somit stünden dem Konzern auch unverändert für das weitere Wachstum ausreichende Finanzmittel zur Verfügung.

"2007 war für Stada das zwölfte Jahr in Folge, in dem wir neue Spitzenwerte bei Umsatz und Ertrag erreichen konnten", sagte der Stada -Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff. Stada will insgesamt 41,6 Mill. Euro an seine Aktionäre ausschütten: Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 40 Prozent. Für 2007 soll der am 10. Juni tagenden Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung von 15 Prozent auf 0,71 Euro pro Aktie vorgeschlagen werden, bekräftigte Stada den bei Vorlage vorläufiger Zahlen ausgegebenen Dividendenvorschlag.

Ungeachtet der Herausforderungen durch die deutsche Gesundheitspolitik konnte Stada nach Daten von IMS Health den Marktanteil am deutschen Generika-Markt 2007 insgesamt auf 10,9 Prozent (VJ: 9,3) erhöhen. Die tief greifenden Veränderungen des deutschen Generika-Marktes durch die Rabattverträge werden Stada aus heutiger Sicht " nicht dauerhaft beeinträchtigen". Für 2008 wird vom Vorstand vielmehr mit weiterem Wachstum und einer weiteren Verbesserung des Marktanteils des Konzerns im Marktsegment Generika gerechnet.

Die Internationalisierung der vergangenen Jahre zeigte erneut ihre Wirkung: 2007 erzielten die Bad Vilbeler rund 63 Prozent des Umsatzes im Ausland. In Deutschland, dem weiterhin größten nationalen Markt von Stada, steigerte der Konzern den Umsatz um 20 Prozent auf 579,8 Mill. Euro. Bei einem Umsatzanstieg von 26 Prozent auf 1,57 Mrd. Euro stieg der Konzerngewinn um 14 Prozent auf 105,1 Mill. Euro. Unter Herausrechnung einmaliger Sondereffekte hat Stada unterm Strich 146,8 Mill. Euro ausgewiesen. Wie bereits bekannt, verbuchte Stada 2007 einmalige Sondereffekte in Höhe von 61,5 Mill. Euro vor Steuern aus der Restrukturierung des Vertriebs mit Stellenstreichungen und Abschreibungen. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 19 Prozent auf 215,5 Mill. Euro.

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