Generika-Preise weiter auf Sinkflug
Stada steigt mit Verlust aus US-Geschäft aus

Der Generikahersteller Stada den Ausstieg aus dem defizitären US-Geschäft angekündigt. In Deutschland geht indessen der Preisverfall bei Nachahmer-Medikamenten, den so genannten Generika, weiter.

HB FRANKFURT/MÜNCHEN. Der Konzern Stada hatte zuletzt alle Optionen für sein US-Geschäft geprüft, und sich nun dafür entschieden, sich von der amerikanischen Sparte zu trennen. Der Verkauf solle voraussichtlich spätestens im dritten Quartal mit einem „überschaubaren“ Buchverlust abgeschlossen werden. 2005 hatte Stada im US-Geschäft einen Verlust von mehr als zehn Mill. Euro verzeichnet.

Am gleichen Tag kündigten die Anbieter Hexal und Sandoz weitere Preissenkungen für Nachahmer-Präparate zum 1. Juli an. Bereits zum 1. Juni hatte es auf Grund der Reformen im Gesundheitswesen eine erste Preissenkungs-Runde gegeben. Für die gesetzlich Versicherten werden nun eine Reihe von weiteren Präparaten zuzahlungsfrei.

Stada hat indes seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Die aktuelle Situation im deutschen Markt erfordere trotz der umfangreichen Preissenkungen keine Änderung der Ziele für das laufende Jahr, sagte Vorstandschef Hartmut Retzlaff auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Frankfurt. „Stada geht damit aus heutiger Sicht für 2006 unverändert von einem robusten operativen Konzernwachstum aus, wobei der Ertrag überproportional zum Umsatz ansteigen soll.“

Mittelfristig strebe Stada eine bereinigte Ebit-Marge von 15 (2005: 12,5) und einen Gewinn je Aktie von vor Sondereffekten von zwei (1,29) Euro an. Dabei handele es sich aber nicht um konkrete Prognosen, sondern interne Ziele, sagte Retzlaff.

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