Generikahersteller
Bayer schließt Vereinbarung über Yasmin

Bayer hat sich im Streit mit dem US-Generikahersteller Barr um sein lukratives Verhütungsmittel Yasmin geeinigt.

HB FRANKFURT. Bayer habe mit Barr eine Liefer- und Lizenzvereinbarung über Yasmin und die niedriger dosierte Version Yaz in den USA geschlossen, teite das Leverkusener Unternehmen am Dienstag mit. Unabhängig davon werde Bayer gegen die Entscheidung eines US-Gerichts, das die Patentansprüche des Konzerns für Yasmin gekippt hatte, weiter gerichtlich vorgehen.

Bayer verständigte sich mit Barr darauf, die US-Firma spätestens ab dem 1. Juli mit einer Nachahmerversion von Yasmin zu beliefern, die Barr ausschließlich in den USA vermarkten wird. Dafür erhalten die Leverkusener einen feststehenden Prozentanteil an den von Barr erzielten Umsätzen mit dem Generikum. Bei einer gerichtlichen Entscheidung zugunsten von Bayer erhält der Konzern einen höheren Prozentanteil.

Bayer erteilte Barr zudem die Lizenz, ab dem 1. Juli 2011 eine Kopie von Yaz in den USA vermarkten zu dürfen. Auch dafür wird Bayer das Medikament liefern. Sollte Bayer die Schutzrechte für Yaz in den USA durch einen Gerichtsentscheid nach Patentklagen gegen andere Unternehmen verlieren, wird Barr bereits dann mit der Vermarktung einer Yaz-Kopie in den USA beginnen. Bayer erhält dafür ebenfalls einen Umsatzanteil. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern erwirtschaftete 2007 mit Yasmin in den USA 321 Millionen Euro Umsatz. Weltweit kam die Produktfamilie um die Anti-Baby-Pille, zu der auch die Präparate Yaz und Yasminelle gehören, auf 1,04 Milliarden Euro Erlöse und war damit die umsatzstärkste Medikamentengruppe von Bayer.

Trotz der drohenden Umsatzrückgänge in den USA mit Yasmin erwartet Bayer weiteres Wachstum mit frauenspezifischen Medikamenten. "Wir gehen davon aus, dass unser weltweites Women's-Healthcare-Geschäft auch in den nächsten Jahren im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich jährlich wachsen wird. Hierzu sollen sowohl unsere bereits vermarkteten Präparate sowie neue, vielversprechende Entwicklungsprodukte beitragen", erklärte Gunnar Riemann, Vorstandsmitglied der Bayer-Gesundheitssparte HealthCare.

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