Generikahersteller
Stada-Überschuss schrumpft um zwei Drittel

Der Arzneimittelhersteller Stada leidet in Deutschland unter den Folgen der Gesundheitsreform. Klamme Großhändler lassen auf dem wichtigsten Auslandsmarkt auf Zahlungen warten. Die Dividende bleibt trotzdem unverändert.
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FrankfurtAnhaltend schwierige Geschäfte auf dem Heimatmarkt und in Serbien haben beim Arzneimittelhersteller Stada zu einem Gewinneinbruch geführt. Der Überschuss schrumpfte im vergangenen Jahr um 68 Prozent auf 22 Millionen Euro, wie der Pharmakonzern aus Bad Vilbel bei Frankfurt am Donnerstag mitteilte.

Im operativen Geschäft ging das Ergebnis um 26 Prozent auf 120,1 Millionen Euro zurück. Den Aktionären stellte das Management dennoch eine unveränderte Dividende von 0,37 Euro je Stammaktie in Aussicht. Der Konzernumsatz legte im vergangenen Jahr dagegen nach den vorläufigen Zahlen um fünf Prozent auf 1,72 Milliarden Euro zu.

Der Generikahersteller hat in Deutschland unter anderen mit den Folgen der Gesundheitsreform zu kämpfen. Im wichtigen Auslandsmarkt Serbien litt Stada zuletzt unter den Zahlungsschwierigkeiten klammer Großhändler, was auch zu hohen Wertberichtigungen führte. Die Probleme hatten dem für Produkte wie Grippostad und Ladival-Sonnencreme bekannten Unternehmen bereits die Bilanz 2010 verhagelt.

Für 2012 stellte das Management - die jüngsten Zukäufe eingerechnet - eine „klare Steigerung“ des Konzernumsatzes in Aussicht. Beim Konzerngewinn sei ein sehr deutlicher Zuwachs zu erwarten. Zudem bekräftigte Stada seine Mittelfristziele für das Jahr 2014: Danach soll der Umsatz auf rund 2,15 Milliarden Euro steigen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll dann bei rund 430 Millionen Euro, der Konzerngewinn bei rund 215 Millionen Euro liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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