Generikahersteller will profitable Segmente wie Frauengesundheit, Krebstherapie und Biogenerika ausbauen
Ratiopharm besetzt neue Nischen

Angesichts sinkender Gewinne im Kerngeschäft drängen die Hersteller von Nachahmer-Medikamenten (Generika) in neue Geschäftsfelder und Nischen. Auch der deutsche Marktführer Ratiopharm, der zur Firmengruppe von Adolf Merckle gehört, will unter anderem die Bereiche Frauengesundheit, Krebsbehandlung und Biogenerika ausbauen.

FRANKFURT/M. „Wir wollen auch in Zukunft ein Vollsortimenter bleiben. Wegen der erodierenden Margen ist es aber notwendig, verstärkt in profitable Nischen einzusteigen“, erläuterte Geschäftsführer Claudio Albrecht die Strategie im Gespräch mit dem Handelsblatt . Im Geschäftsfeld Frauengesundheit will Albrecht bis 2006 eine europaweite Außendienstlinie zur Produktvermarktung bei Gynäkologen aufbauen. Im Bereich Krebstherapie soll die 2003 erworbene Firma Ribospharm als Basis für eine europaweite Expansion dienen.

Für den Einstieg ins Geschäft mit Biogenerika errichtet Ratiopharm derzeit eine eigene Wirkstoff-Produktion in Ulm. Die mehr als 40 Mill. Euro teure Anlage gilt als die größte Einzelinvestition in der 30jährigen Firmengeschichte. Sie soll 2007 in Betrieb gehen. Biogenerika sind Kopien von biotechnisch hergestellten Originalmedikamenten. Anders als bei herkömmlichen Generika sind hier relativ umfangreiche klinische Studien erforderlich. Die Entwicklungskosten nehmen damit deutlich zu.

Ratiopharm steht mit dieser Strategie nicht allein. Auch andere europäische Generikafirmen wie Sandoz, Hexal oder Stada steuern einen ähnlichen Kurs. „Die Grenzen zwischen Generikafirmen und Originalhersteller werden mehr und mehr verwischen“, erwartet Ratiopharm- Chef Albrecht. „Die Generikafirmen müssen stärker investieren und auf eigene Innovationen setzen. Umgekehrt werden Generika bei den Originalherstellern salonfähig.“

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