Generikariese
Teva sieht nach Ivax-Übernahme Rot

Der weltgrößte Generikahersteller Teva Pharmaceutical hat im ersten Quartal tiefrote Zahlen getrieben. Die 7,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Konkurrenten Ivax belastete die Bilanz massiv.

HB NEW YORK. In den ersten drei Monaten sei ein Nettoverlust von 1,01 Mrd. Dollar angefallen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 259 Mill. Dollar verbucht worden sei, teilte das israelische Unternehmen am Mittwoch mit. Vor Sonderposten erzielte Teva einen Gewinn von 286 Mill. Dollar oder 37 Cent je Aktie. Befragte Analysten hatten im Schnitt allerdings 41 Cent erwartet.

Teva-Chef Israel Makow bemängelte, dass Analysten die Belastungen durch die Ivax-Übernahmen nicht berücksichtigt hätten. „Eine Akquisition wirkt sich am Anfang immer verwässernd aus“, sagte er. Teva mache bei der Integration von Ivax gute Fortschritte. „2006 wird ein großartiges Jahr für Teva“, kündigte Makow an. Die Erlöse sollen im Gesamtjahr auf 8,2 bis 8,5 Mrd. Dollar zulegen, der Gewinn vor Sonderposten auf 1,5 Mrd. Dollar.

Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 28 Prozent auf 1,67 Mrd. Dollar, wozu Ivax 329 Mill. Dollar beitrug. Die Erlöse mit dem Multiple-Sklerose-Medikament Copaxone stiegen um 29 Prozent auf 329 Mill. Dollar und positionierten das Mittel damit zum weltweit zweitstärksten MS-Präparat. Copaxone steht im Wettbewerb mit Medikamenten der Berliner Schering, des Schweizer Biotech-Konzerns Serono und des US-Unternehmens Biogen Idec.

Teva hatte im November 2005 von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme des US-Wettbewerbers erhalten. 2005 war das Jahr der Großübernahmen in der Generikabranche. Neben der Ivax-Transaktion stand vor allem die Übernahme der Holzkirchener Hexal AG und des US-Unternehmens Eon Labs durch den Schweizer Novartis-Konzern für mehr als acht Mrd. Dollar im Blickpunkt der Branche.

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