Gentechnikausrüster: Bieterkampf um Life Tech

Gentechnikausrüster
Bieterkampf um Life Tech

Der Bieterkampf um den Gentechnikausrüster Life Tech beginnt: Gerüchten zufolge habe der weltgrößte Laborausrüster Thermo Fisher ein Angebot abgegeben. Doch die Übernahme ist noch längst nicht in trockenen Tüchern.
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New YorkIm Rennen um die milliardenschwere Übernahme des US-Gentechnikspezialisten Life Technologies bringen sich die Interessenten in Stellung. Der weltgrößte Laborausrüster Thermo Fisher habe ein Angebot für das Unternehmen aus Kalifornien abgegeben, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im Gegensatz zu einem Konsortium aus Finanzinvestoren, das offenbar noch an einer Offerte arbeitet, hielt der US-Konzern damit die Frist für Gebote ein. Seit mehreren Monaten wird über eine Übernahme des hoch spezialisierten Anbieters von Mitteln für die Genotypisierung und DNA-Forschung spekuliert. Dies trieb die Aktie in diesem Jahr um rund 33 Prozent bis auf einen Schlusskurs von 66,19 Dollar am Dienstag. Damit lag der Marktwert bei mehr als elf Milliarden Dollar. Den Kreisen zufolge bietet Thermo etwa 65 Dollar je Anteilsschein.

Thermo kann mit der Übernahme von Life zu einem der größten Konzerne im Bereich der Erbgutanalyse mit einem Jahresumsatz von mehr als 16 Milliarden Dollar und rund 50.000 Angestellten aufsteigen. Zudem wäre es für den Konzern der bei weitem größte Zukauf, seitdem er aus dem fast 13 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss von Thermo Electron und Fisher Scientific 2006 als Branchenprimus hervorging.

Doch die Übernahme des Life-Konzerns mit seinen 10.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 3,8 Milliarden Dollar ist längst nicht in trockenen Tüchern. Noch arbeiten laut Kreisen die Finanzinvestoren Blackstone, Carlyle und Singapurs Staatsfonds Temasek zusammen mit KKR an einem Gebot. Die Finanzierung müsse noch geklärt werden, sagte mehrere mit den Plänen vertraute Personen.

Life Tech werde wohl auch eine Offerte nach Ablauf der Frist noch entgegennehmen. Der Schweizer Pharmakonzern Roche und der US-Mischkonzern Danaher könnten dagegen ihr ursprüngliches Interesse an Life aufgegeben haben, wie eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte. Die beiden Unternehmen wollten sich nicht dazu äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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