Genzyme-Übernahme
Sanofi-Aventis richtet sich auf lange Schlacht ein

Das kann noch dauern: Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis richtet sich auf ein langes Tauziehen um die US-Biotechfirma Genzyme ein. Er verlängerte sein 18,5 Milliarden Dollar schweres Kaufangebot bis zum 21. Januar. Aber auch dann muss noch lange nicht Schluss sein.
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HB PARIS. Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis richtet sich auf ein langes Tauziehen um die US-Biotechfirma Genzyme ein. Er verlängerte sein 18,5 Milliarden Dollar schweres Kaufangebot bis zum 21. Januar. Danach sei eine weitere Verlängerung möglich, teilte Sanofi-Aventis am Montag mit. Der Übernahmekampf könnte sich bis zur Hauptversammlung von Genzyme im Mai kommenden Jahres hinziehen.

Nach Sanofi-Angaben hat bis zum Ablauf der ersten Frist am vergangenen Freitag lediglich knapp ein Prozent der Genzyme-Aktionäre das Sanofi-Angebot von 69 Dollar je Aktie angenommen. Experten zeigten sich davon enttäuscht und erwarten, dass Sanofi für das US-Unternehmen tiefer in die Tasche greifen muss. Genzyme wäre für Sanofi die größte Übernahme seit dem Kauf der deutsch-französischen Aventis vor sechs Jahren. Nach Widerstand des Genzyme-Managements unterbreitete Sanofi den Aktionären Anfang Oktober direkt ein Angebot. Genzyme-Chef Henri Termeer weist den Kaufpreis als zu niedrig zurück.

Die Fristverlängerung könnte den Konzernen die Möglichkeit geben, sich anhand der Umsatzprognose für das mit großen Hoffnungen verknüpfte Multiple-Sklerose-Mittel Campath auf einen Firmenwert zu einigen. Genzyme ist auf Medikamente gegen seltene Erbkrankheiten spezialisiert und wurde zum Übernahmeziel, als ein Virenbefall in einer Fabrik in Boston zu Produktions- und Lieferschwierigkeiten führten. Sanofi-Papiere notierten in einem freundlichen Pariser Marktumfeld 0,6 Prozent im Minus.

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