Georgsmarienhütte einziger Interessent
Schicksal des Hamburger Alu-Werks liegt in einer Hand

Die Georgsmarienhütte ist der einzig verbliebene pozenzielle Käufer für das von der Schließung bedrohte Hamburger Aluminiumwerk (HAW).

HB GEORGSMARIENHÜTTE/HAMBURG. Die Trimet Gruppe (Essen/Düsseldorf) habe sich zurückgezogen, bestätigte der HAW- Betriebsratsvorsitzende Karl-Heinz Dieck am Dienstag. Darüber sei die Belegschaft von der Geschäftsführung informiert worden. Die Unternehmensgruppe Georgsmarienhütte ist in verschiedenen Bereichen von der Stahlerzeugung bis zum Anlagen- und Maschinenbau tätig.

Bei dem Angebot der Georgsmarienhütte müssen noch zahlreiche Detailfragen geklärt werden, teilten die Gesellschafter der Hamburger Geschäftsleitung mit. Das solle in den nächsten Tagen geschehen. Erst danach werde entschieden, ob weiterverhandelt wird.

Eine Sprecherin der Georgsmarienhütte Holding GmbH sagte, ein Angebot für die Übernahme sei fristgerecht unterbreitet worden, eine Antwort liege aber noch nicht vor. Auf die Frage, ob das Angebot auch das Aluminiumwerk in Stade betreffe, das Ende 2006 ebenfalls geschlossen werden soll, wollte sie keine Stellungnahme geben.

Die drei Eigentümer der Hamburger Aluminium-Werk GmbH - Alcoa (USA), Amag (Österreich) und Norsk Hydro (Norwegen) - hatten wegen der hohen Strompreise für den energieintensiven Betrieb im Juni eine Teilschließung zum Jahresende beschlossen. Wird das bisher Gewinn ausweisende Werk dicht gemacht, sind davon rund 450 Beschäftigte in der Elektrolyse und im Anodenbetrieb betroffen, die Gießerei (102 Mitarbeiter) soll erhalten bleiben. Kündigungen wurden wegen der erhofften Weiterführung des Betriebs noch nicht ausgesprochen. Die ebenfalls von der Schließung bedrohte Aluminiumhütte in Stade gehört dem Mischkonzern Norsk Hydro alleine.

Die Hamburger Gießerei versorgt ein benachbartes Walzwerk von Norsk Hydro mit Walzbarren. Das ist offensichtlich ein Knackpunkt in den Übernahmeverhandlungen. Trimet gab letztendlich kein Angebot ab, „wohl auch wegen nicht erzielter Einigung bei der Versorgung des Walzwerks“, hieß es. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ liefert die Gießerei bis dato Walzbarren zu Preisen unter Weltmarktniveau - ein Wettbewerbsvorteil für Norsk Hydro, bliebe die Gießerei mit in ihrer Hand.

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