Geplanter Stellenabbau
Gericht bremst Peugeot vorerst aus

Rund 8000 Stellen will PSA Peugeot Citroen abbauen. Ein Berufungsgericht in Paris ließ die Sparpläne des Autobauers allerdings nun bis auf weiteres stoppen. Nun müssen Gespräche mit den Beschäftigten nachgeholt werden.
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ParisDer französische Auto-Hersteller PSA Peugeot Citroen wird bei seinem massiven Sparprogramm mit dem Abbau von 8000 Stellen zunächst ausgebremst. Ein Pariser Berufungsgericht ordnete zunächst eine Aussetzung des Restrukturierungsplans an, bis der Konzern Beratungen mit den Arbeitern in zwei Werken beendet hat, die zum Zulieferer Faurecia gehören. An der Börse verloren Peugeot-Aktien daraufhin am Dienstag mehr als zwei Prozent auf 6,16 Euro.

Peugeot versuchte, Investoren zu beruhigen. "Die Verhandlungen sind nicht ausgesetzt, sondern werden weiter Fortschritte machen", sagte ein Sprecher. Im Rahmen des Umbaus soll das Werk in Aulnay bei Paris geschlossen werden. Die Gewerkschaft CGT war gerichtlich gegen die Pläne vorgegangen, weil die Beschäftigten von zwei Faurecia-Werken, die betroffen sind, nicht konsultiert wurden.

Dies werde sofort nachgeholt, versicherte der Peugeot-Sprecher. Diese Gespräche müssen zunächst abgeschlossen werden, bevor das Unternehmen sein größeres Sparprogramm finalisieren kann, was bis spätestens März geschehen soll.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Geplanter Stellenabbau: Gericht bremst Peugeot vorerst aus"

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  • @ DeniLL

    Klar schaft das Sklaven.. äh Arbeitsplätze! Dann dürfen auch Sie für eine warme Suppe täglich arbeiten gehen, genauso wie es die Agenda 2010 eingeläutet hat!

    Wer keine Festanstellung hat leistet sich kein teures Auto, geschweige denn eine Eigentumswohnung oder Haus! Wie bitte soll so ein DEREGULIERTER Arbeitsmarkt Arbeitsplätze schaffen?? Arbeitsplätze von denen man leben kann entstehen aus Wohlstand, und nicht aus Armut!

    Sozialabbau und Einschränkung der Arbeitnehmerrechte bzw. Abschaffung des Kündigungsschutzes schafft nur mehr Niedriglöhner und somit sinkende Konjunktur! Genau das was wir in Europa seit 15 Jahren erleben!

    Eine hohe Beschäftigung ist keine Garantie für eine gute Konjunktur, denn dazu müssen die Arbeitnehmer auch genügend Geld verdienen! Ein armer Sklave kann rund um die Uhr arbeiten und sich doch nichts kaufen!

    Das der Wirtschaftsboom in der Autoindustrie vorbei ist begründet sich daher, das zu viele Menschen zu wenig verdienen und die Unterhaltskosten explodieren!

    Wann werden SIE das endlich verstehen ????

  • Deni Lima leite

    Da sagt endlich jemand mal die Wahrheit Frankreich und Europa verkommen immer mehr zur staatswirtschaft. Wann versteht die Politik endlich mal das der freier Markt sich selbst regulieren muss. Ein starrer und unflexibler Arbeitsmarkt zerstört umso mehr Jobs. Wer aus Übersee oder aus dem pazifischen Raum traut sich noch im sozialistischen und genügsamen Europa zu investieren wenn sogar wichtige Umstrukturierungsprogramm per Gesetz gestoppt werden können. In Europa müssen die Unternehmen ja Angst haben Arbeitnemer fest einzustellen, weil sie befürchten müssen das die nicht mehr wieder los werden. Ein liberaler Arbeitsmarkt schafft mehr Jobs als ein starres. Wann wird man das endlich verstehen

  • Der französische Sozialismus wird Peugeot vollends zerstören. Naja, warum auch nicht? Dann kann jeder sehen, wohin sozialistische Politik führt - auch von rot-grün in Deutschland!

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