Geplantes Joint Venture
BASF strebt Kooperation in Japan an

Ob in Autos, Spielekonsolen, Handys – Batterien sind im Hightech-Alltag allgegenwärtig. Der Handel damit ist ein Zukunftsmarkt – der Chemiekonzern BASF tut deshalb einiges, um in dem Segment vorne mitzuspielen.
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FrankfurtDer Chemieriese BASF will mit einem Gemeinschaftsunternehmen in Japan seine Geschäfte in der Batteriechemie voranbringen. Geplant sei die Gründung eines Joint Ventures mit der japanischen Gruppe Toda Kogyo, das auf Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien ausgerichtet sein soll, teilten BASF und der japanische Konzern am Donnerstag gemeinsam mit. Die Verhandlungen sollen einem BASF-Sprecher zufolge bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. BASF strebt die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen an. Auch Patente und Produktionskapazitäten sollen in der neuen Firma in Japan zusammengeführt werden.

Der Ludwigshafener Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, 2020 mindestens 500 Millionen Euro Umsatz in der Batteriechemie zu erzielen und zu den Top-Drei-Unternehmen auf diesem Feld zu zählen. Den relevanten Weltmarkt für Kathodenmaterialien und Elektrolyte schätzt BASF dann auf etwa fünf Milliarden Euro. 2013 erzielten die Ludwigshafener in dem Geschäft einen Umsatz im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Bereich.

Kathodenmaterialien werden in Lithium-Ionen-Batterien für Autos, Unterhaltungselektronik und Energiespeicher eingesetzt. Sie sind einer der Schwerpunkte von BASF in der Batteriechemie. Das Gemeinschaftsunternehmen soll nicht nur den japanischen Markt beliefern. BASF hatte in den vergangenen Jahren seine Geschäfte in der Batteriechemie durch kleinere Zukäufe ausgebaut. So übernahm der Konzern den Elektrolyte-Hersteller Novolyte Technologies und erwarb vom Darmstädter Merck -Konzern ein Geschäft mit Elektrolyten für Hochleistungsbatterien. Zudem schluckte BASF die auf Nickel-Metallhydrid-Batterien spezialisierte US-Firma Ovonic Battery Company.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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